26.02.2020 15:00 |

100 Jahre AK

Drängende Probleme: Der Druck auf Arbeitnehmer

Eine Studie offenbart die Sorgen von Österreichs Arbeitnehmern. Vor allem in den Bereichen Vermögensverteilung, Wohnen, Druck am Arbeitsplatz und bei Kündigungen. Die AK fordert eine Vermögenssteuer und Kündigungsschutz für Menschen im Krankenstand.

Die gute Nachricht: Die Österreicher sind grundsätzlich zufrieden mit der sozialen Gerechtigkeit im Land. Die schlechte Nachricht: Es gibt große Besorgnis in Bezug auf erhöhten Druck auf Arbeitnehmer, Ungleichgewicht bei Vermögensverteilung und im Bereich Mieten/Wohnen. Dies ergab eine repräsentative Studie des IFES-Instituts, die heute in der Arbeiterkammer von Studienautorin Eva Zeglovits, AK-Präsidentin Renate Anderl und Vize Günther Goach präsentiert wurde. Anlass ist der 26. Februar - 100 Jahre Arbeiterkammern.

„Wir werden uns auch noch die nächsten 100 Jahre starkmachen für Gerechtigkeit“, sagt Präsidentin Anderl. Zu tun gebe es genug. „Viele Menschen können sich das Wohnen kaum leisten. Und wir fordern eine Vermögenssteuer. Die Studie hat diese Notwendigkeit verdeutlicht.“ Doch auch im Arbeitnehmerschutz liege einiges im Argen.

Beispiele: Ein Dachdecker fällt vom Dach, muss in Krankenstand, wird gekündigt. Nach 25 Jahren. Oder eine Frau, die die Diagnose Krebs erhielt. Nach einer Woche daheim die Kündigung. „Wir konnten für diese Menschen erfolgreich kämpfen, wie für viele andere auch“, sagt AK-Vize Goach. „Aber es muss endlich ein Kündigungsverbot im Krankenstand her.“

Kronen Zeitung

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