23.02.2020 12:01 |

Hunderttausende Euro

Klimawandel-Leugner bekam Geld von Konzernen

Dutzende internationale Unternehmen, darunter auch der Mineralölkonzern Shell und die niederländische Fluggesellschaft KLM, haben laut Medienberichten jahrelang den prominenten niederländischen Klimawandel-Leugner Frits Böttcher finanziell unterstützt. In den sogenannten Shell Papers der Investigativ-Plattform „PAJ“ ist von Zuwendungen von mehr als 450.000 Euro die Rede.

Frits Böttcher ist bereits 2008 verstorben. Er war ein niederländischer Wissenschaftler, der zunächst als Gründungsmitglied des „Club of Rome“ in Erscheinung getreten ist, später aber vor allem für das Bestreiten des menschengemachten Klimawandels wie auch des Treibhauseffekts bekannt wurde.

Böttcher soll fast eine halbe Million Euro erhalten haben
Veröffentlicht wurden die „Shell Papers“ in der Zeitung „De Volkskrant“ sowie auf dem niederländischen Investigativ-Portal „Follow the Money“ (FTM). Die Rechercheplattform „FTM“ untersucht nach eigenen Angaben die Wechselbeziehung zwischen dem niederländischen Mineralölkonzern „Shell“ und der niederländischen Regierung. 

Demnach erhielt Böttcher insgesamt mehr als eine Million niederländische Gulden (450.000 Euro) von den Firmen, die er zur Veröffentlichung Klimawandel-skeptischer Artikel und Meinungsbeiträge einsetzte. In einem Video der Plattform ist neben Shell und KLM auch noch von Bayer, ThyssenKrupp, ING und vielen anderen Unternehmen die Rede.

Mehrere der in den Recherchen genannten Unternehmen gaben an, die Vorwürfe nicht überprüfen zu können. Die angeblichen finanziellen Zuwendungen an Böttcher lägen zu lange zurück. „Das war vor 25, 30 Jahren. Wir können nicht darüber spekulieren, was genau passiert ist und in welchem Kontext“, erklärte Shell. KLM teilte mit, es gebe „keine Hinweise“, dass das Unternehmen Böttcher vor 30 Jahren unterstützt habe. 

Auch ThyssenKrupp erklärte, es könne die Vorwürfe nicht bestätigten, versicherte aber, das Unternehmen unterstütze keine „Klimawandel-Skeptiker“.

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