20.02.2020 10:10 |

Abnehmer hamstern

Corona-Epidemie lässt SSD-Speicher-Preise steigen

Nicht nur in der Smartphone-Produktion, sondern auch in anderen Elektronikbranchen wird die Corona-Seuche in China zunehmend zum Problem. Weil in zahlreichen Fabriken die Arbeiter auszufallen drohen, befürchtet man Produktionsengpässe bei SSD-Speichermedien. Die PC-Hersteller hamstern die Komponenten schon. Die Folge für den Endkunden dürften explodierende Preise werden. 

Seit Ausbruch der Seuche sind die SSD-Preise um 15 Prozent gestiegen. Das berichtet das Branchenmedium „Digitimes“ aus Taiwan unter Berufung auf Produzenten, Distributoren und Abnehmer von Flash-Speicher. Die Zwischenhändler hätten die Preise als erstes erhöht und befürchten Produktionsausfälle und Lieferprobleme in den zumeist in China ansässigen Fabriken.

Verkäufer wollen Nachfrage drosseln, die PC-Hersteller hamstern
Grund für die Preissteigerungen sei, dass man ob der drohenden Engpässe die Nachfrage drosseln und so länger mit den vorhandenen Lagerbeständen auskommen wolle. Zuvor war man davon ausgegangen, dass die Epidemie keinen Einfluss auf die Preise für SSDs und Speicher-Chips haben würde, weil derzeit aufgrund der gedrosselten Smartphone- und Computerproduktion in China auch weniger davon benötigt würden.

Offenbar ein Trugschluss: Die Elektronikhersteller versuchen ihrerseits nämlich, ihre Lager zu füllen und sich auf schlechte Zeiten vorzubereiten und bieten den Distributoren daher höhere Preise als üblich. Das bedroht nicht zuletzt die Versorgung des Endkundenmarktes. Dass viele Zulieferer von für SSD-Speicher benötigten Materialien in der unter Quarantäne stehenden chinesischen Provinz Hubei angesiedelt sind, macht die Sache nicht leichter.

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