19.02.2020 16:00 |

Superstar James Blunt

„Ich möchte mit viel Kraft weitermachen“

Der britische Sänger und Songwriter James Blunt kommt 2020 auf seiner großen Europa- und Großbritannien-Tournee für drei Konzerte nach Österreich - unter anderem am 22. März in die Innsbrucker Olympiahalle. Mit im Gepäck hat er sein mittlerweile sechstes Studioalbum „Once Upon A Mind“. Vorab sprach er mit uns über sein Leben auf der Überholspur, seine Zukunft und seine Erinnerungen an Tirol.

Krone: Ihr brandneues Studioalbum „Once upon a Mind“ ist sehr persönlich und emotional. Es beschäftigt sich auch hauptsächlich mit Ihrer Familie. Wie kam es dazu?
Blunt:
Ja, es sind sehr persönliche Songs. Als ich sie schrieb, spielte es auch keine Rolle, was der Produzent, die Plattenfirma oder das Publikum von mir erwartet. Ich schrieb diese Platte für mich selbst und die wichtigsten Menschen in meinem Leben, meine Familie. Und ich war dabei sehr ehrlich!

Normalerweise halten Sie Ihr Privatleben gut unter Verschluss. Warum haben Sie diese Ausnahme gemacht?
Es stimmt, ich mag es eigentlich nicht, wenn Außenstehende in meinem Privatleben herumwühlen und möchte ihnen deshalb auch kein Kanonenfutter geben. Aber über all das, was momentan in meinem Leben passiert, wollte ich sprechen und obwohl es sehr schwierig war, habe ich mich in meinen Liedern dem Publikum geöffnet. Da mein Vater sterbenskrank ist, war es mir wichtig, ihm das Lied „Monsters“ zu widmen. Er ist ja viel mehr als nur mein Vater, er ist auch mein bester Freund und dies wird mit diesem Lied für immer weiterleben. Und da es mir sehr schwer fällt, von meiner eigenen Familie während der Tour getrennt zu sein, habe ich auch den Trennungsschmerz in die Songs verpackt. Den Song „Cold“ schieb ich eigens für meine Frau Sofia, für meine Kinder das Lied „The Greatest“.

Stimmt es, dass die Einnahmen des bewegenden Songs „Monsters“ an karitative Einrichtungen gehen?
Ja, wir gaben vor Weihnachten die Erlöse an die Organisation „Help for Heroes“ und and die „Britischen Legionen“.

Man kennt Sie und Ihre Musik weltweit. Sie haben über 20 Millionen Alben verkauft. Gibt es in Ihrem Leben noch etwas wonach Sie streben?
Nun, ich bin immer noch sehr ehrgeizig. Daher gehe ich mit meinem neuen Album im Gepäck auch wieder auf Europa-Tournee. Das ist ein großes Abenteuer und ich bin schon sehr aufgeregt.

Ist es immer noch Ihr Ziel, mit Ihrer Musik die Menschen zusammen zu bringen?
Ja, das ist es auf jeden Fall. Ich bin der Meinung, dass Musik verbindet und auch dazu beitragen kann, dass sich die Gesellschaft weniger spaltet. Daran glaube ich fest. Ich mache Musik und habe seit einiger Zeit eine eigene Kneipe in London. Das sind beides Dinge, die Menschen zusammen bringen und für Zusammenhalt sorgen. Und das ist toll.

Am 22. März kommen Sie wieder nach Innsbruck. Worauf freuen Sie sich?
Ich habe einige tolle Erinnerungen an Tirol. Ich finde die Landschaft wunderschön und das Publikum ist fantastisch und sehr warmherzig. Es macht mir auf meinen Tourneen besonders viel Spaß und Freude, wenn ich, wie in Innsbruck, in einem kleineren Rahmen auftreten kann und dadurch einen engeren Kontakt zu meinem Publikum habe.

Gibt es Dinge die sie gerne in Tirol machen würden, aber während der Europa-Tournee nicht machen dürfen?
Nein, das gibt es für mich nicht (lacht). Ich habe mir wieder vorgenommen, die Pisten unsicher zu machen und nach dem Konzert mit meiner Band so richtig auf den Putz zu hauen.

Werden Sie während des Konzerts auch den Sprung ins Publikum wagen?
Aber sicher, sobald ich mich davon überzeugt habe, dass die Leute, die sich vor der Bühne aufhalten, stark genug sind (lacht).

Sie fliegen in Ihrer Freizeit einen Doppeldecker und düsen mit dem Motorrad durch die Gegend. Ist das nicht ein bisschen unbesonnen, wenn man eine Familie hat?
Die Leute fragen mich immer, ob ich das Leben jetzt ruhiger angehen möchte. Meine Antwort ist: Nein! Ich wünsche mir, und auch meiner Familie, weiterhin mit viel Power in der gleichen Geschwindigkeit weiter machen zu können.

Sie schreiben immer noch Ihren eigenen Songs. Was kommt zuerst? Der Text oder die Musik?
Das variiert. Manchmal ist da zuerst die Musik, die eine Emotion ausdrückt. Wenn der Text vor der Musik geschrieben wurde, ist es oft poetischer. Manches Mal fügt sich aber auch beides gleichzeitig zusammen.

Kommen Ihre zwei Schwestern als Background-Sängerinnen mit nach Innsbruck?
Nein, ich toure mit meiner Band, wir sind fünf Musiker. Es wird eine tolle Rock-Show und ich freue mich sehr darauf.

Werden Sie auch Ihren Hit „You’re beautiful“, singen?
Ja, klar. Auf jeden Fall.

Recka Hammann, Kronen Zeitung

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