14.02.2020 09:14 |

Pendlerpauschale

Ein Viertel der Bezieher verdient über 50.000 Euro

Die Funktion der Pendlerpauschale ist es in erster Linie, Personen aus strukturschwachen Regionen, die lange Arbeitswege haben, zu unterstützen. Stimmt leider nicht, wie eine Analyse von Daten des Finanzministeriums durch den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) nun zeigte. Denn tatsächlich verfügt ein Viertel der Bezieher der Pendlerpauschale über ein Jahreseinkommen von mehr als 50.000 Euro. Der Ruf nach einer Reform wird laut.

Die Anzahl der Bezieher mit kurzem Arbeitsweg sei viermal so hoch wie jene der Personen mit einem Arbeitsweg von über 60 Kilometern, erklärte Michael Schwendinger vom VCÖ. Und da es sich bei der Pendlerpauschale „um einen Steuerfreibetrag handelt“, profitierten Personen mit hohem Einkommen mehr für den gleichen Arbeitsweg, ergänzte er.

Aktuell ein Viertel, 2015 noch ein Fünftel
Aktuell werde bereits rund ein Viertel der Pendlerpauschale von Personen mit einem Jahreseinkommen von über 50.000 Euro im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beantragt, so Schwendinger. 2015 war dies noch rund ein Fünftel. Bei der sogenannten Kleinen Pendlerpauschale macht der Anteil dieser Gruppe bereits 30 Prozent aus, so der VCÖ.

Ruf nach Umgestaltung für höhere soziale Treffsicherheit
Mit dem Verkehrsabsetzbetrag gebe es ohnedies eine Unterstützung für die Fahrt zur Arbeit. Schwendinger spricht sich daher für eine grundlegende Umgestaltung der Pendlerpauschale mit höherer sozialer Treffsicherheit aus. Zudem seien angesichts der Klimakrise ökologische Kriterien bei der Pendlerpauschale nötig. Derzeit werde das Pendeln mit dem Auto stärker gefördert als das Pendeln mit dem Öffentlichen Verkehr.

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