Wirbel nach Diebstahl

Botschaft empört: Russen wollen Eisentor zurück

Finanziell wird der Diebstahl eines 600 Kilogramm schweren Eisentores von der Russengedenkstätte in Laa an der Thaya in Niederösterreich (krone.at berichtete) dem Sponsor und Milliardär Oleg Deripaska wohl kaum wehtun. Verärgert ist man vor allem darüber, dass russische Denkmäler in Österreich oft ins Visier von Vandalen und Kriminellen geraten.

Jedes einzelne Element der Gedenkkapelle wurde von Steinmetzen in Russland angefertigt – um diese ins Weinviertel zu transportieren und auf dem Areal des Russenfriedhofs in Laa an der Thaya zusammenzusetzen.

Erst gab es Genehmigungsprobleme, doch seit 2014 kann der russische Oligarch Oleg Deripaska sein Wunschprojekt zu Ehren seines hier gefallenen Großvaters durchziehen. Auflage: Die Kapelle darf nicht höher sein als die örtliche. Nun haben Unbekannte ein 600-Kilo-Eisentor der prunkvollen Einfriedung gestohlen.

„Die Schuldigen schnellstmöglich auffinden“
Ein Coup, der gar die russische Botschaft in Wien auf den Plan rief: „Wir erwarten, dass die lokalen Behörden die Schuldigen schnellstmöglich auffinden!“ Diesbezüglich versteht man keinen Spaß. Immer wieder komme es zu Vandalenakten gegen russische Gedenkstätten. Wie am Schwarzenbergplatz in der Bundeshauptstadt, wo das Heldendenkmal der Roten Armee seit Frühjahr 2019 auf Druck Russlands nun per Videokameras überwacht wird.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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