06.02.2020 18:56 |

Zehn Tage gearbeitet

Coronavirus-Arzt in Unterkunft kollabiert - tot

Das Coronavirus forderte bereits Hunderte Tote in China - nun kam ein Opfer dazu, das ohne Infektion wegen der neuartigen Lungenkrankheit verstarb. Ein junger Arzt, der zehn Tage hintereinander nahe der stark betroffenen Region Hubei im Einsatz war, brach nach seiner Schicht plötzlich zusammen. Medienberichten zufolge soll er an Erschöpfung gestorben sein.

China trauert um einen seiner Helden: Song Yingjie arbeitete in einer Klinik in der Hunan Provinz, die gleich an das Epizentrum des Virenausbruchs angrenzt. Der 28-Jährige war an einer Kontrollstation an der Autobahn eingesetzt, wo er bei Autofahrern und Passanten nach Symptomen für das Coronavirus suchte, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen, berichteten chinesische Behörden. Er kontrollierte die Körpertemperatur der Lenker und Fußgänger.

Nach Schichtende in Unterkunft Herzinfarkt erlitten
Als er am zehnten Arbeitstag in Folge in seine Unterkunft zurückgekehrt war, war der junge Mediziner am Montag kollabiert. Er soll einen Herzstillstand erlitten haben.

Schwester in Wuhan eingeschlossen: „Verheerende Nachricht“
Die Schwester von Song macht sich nun schwere Vorwürfe: Sie ist in Wuhan gestrandet - die Elf-Millionen-Metropole, wo das Virus seinen Ausgang genommen haben soll, wurde vollständig von der Außenwelt abgeriegelt. Sie fühlt sich schuldig, weil sie die Stadt nicht vor der Sperre verlassen hatte und daher ihren Bruder nicht unterstützen konnte. „Sein Tod ist eine wirklich verheerende Nachricht für unsere Familie“, erklärte sie dem Nachrichtenportal „The Paper“.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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