27.01.2020 10:08 |

Bryant und Tochter tot

Hubschrauber flog sogar für Radar zu niedrig!

Nach dem tragischen Tod von NBA-Superstar Kobe Bryant und acht weiteren Personen - darunter Bryants 13-jährige Tochter Gianna - kommen jetzt neue Details über den Helikopterabsturz ans Tageslicht. Berichten zufolge (im Video oben) waren der Nebel und die extrem schlechte Sicht zwei Faktoren, die zur Tragödie geführt haben sollen. Zudem kam raus, dass der Hubschrauber bedingt durch den Nebel extrem niedrig flog. Alle diesbezüglichen Hinweise des Fluglotsen sollen ignoriert worden sein.

Es kann sein, dass der Hubschrauber mit dem fünffachen NBA-Meister am Bord an diesem Sonntag der einzige Helikopter war, der sich in der Luft befand. Andere - wie Polizeihubschrauber - blieben wegen des schlechten Wetters am Boden, für die meisten war an einen Flug nicht zu denken. Warum sich der Superstar-Basketballer und die anderen Insassen doch für einen Flug entschieden hatten, ist ungewiss.

Keine Überlebenschance
Der Unfall geschah um 10 Uhr am Vormittag in Calabasas, Nähe Los Angeles. Der Hubschrauber flog wegen der schlechten Sicht in einen Hügel. Der Sikorsky-S-76 Privathubschrauber ging sofort in Flammen auf. 

Turbulenzen über dem Zoo
Die Flugdaten zeigen, dass der Hubschrauber über dem Tiergarten von Los Angeles in Turbulenzen geriet, wo er eine Viertelstunde lang auf einer sehr niedrigen Flughöhe herumkreiste. Im aufgezeichneten Audio-Gespräch (oben im Tweet) mit dem Fluglotsen ist zu hören, dass der für die Luftkontrolle zuständige Mann sagt: „Du fliegst noch immer zu niedrig.“

Flog mit 300 km/h
Bei den Sätzen des Lotsen dürfte es sich um einen Hinweis gehandelt haben, dass er nicht mal mehr am Radarschirm zu sehen ist. Als dies ausgesprochen wurde, befand sich der Hubschrauber wieder im Steigflug. Dann kam der Absturz mit einer Geschwindigkeit bei 300 km/h.

Nicht mal die minimalen Sicherheitsanforderungen
Josh Rubenstein, der Sprecher der Polizei von Los Angeles, sagte: „Alle Polizeihubschrauber mussten am Boden bleiben, denn die Wetterverhältnisse entsprachen nicht einmal den minimalen Sicherheitsanforderungen für das Fliegen.“

Die Ursache des Crashs wird noch untersucht, aber man weiß, dass der Hubschrauber sich gegen 9.40 Uhr Richtung Süden und der Berge drehte. Um 10 Uhr herum kontaktierte der Helikopter-Pilot den Burbank-Flughafen und bat um Hilfe.

Fünf Minuten später flog der Hubschrauber in den Hügel, auf einer Höhe von etwa 518 Metern. Ein Augenzeuge sprach davon, dass keine Motorprobleme feststellbar gewesen seien. Bryant und seine Tochter sollen zu einem Jugendbasketball-Turnier unterwegs gewesen sein, nach Thousand Oaks, wo auch seine Tochter und ihre Freundin Alyssa Altobelli gespielt hätte.

krone Sport
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