21.01.2020 14:04 |

Neue Details publik

Hoscher: OeNB-Karenz mit acht Gehaltsvorrückungen

In der Casinos-Affäre sind neue Details zu Verträgen im staatsnahen Bereich aufgetaucht. Der Ex-Casinos-Vorstand und frühere SPÖ-Politiker Dietmar Hoscher soll laut Medienberichten während seiner Dauerkarenzierung bei der Nationalbank nicht nur Gehaltserhöhungen angerechnet bekommen haben, sondern auch acht außertourliche Vorrückungen - das hat Einfluss auf Hoschers OeNB-Pension.

Dem „Standard“ zufolge sei das damals in der Notenbank ein üblicher Vorgang gewesen. Die Nationalbankpension des 57-Jährigen soll ab seinem 65. Lebensjahr 50.000 Euro brutto betragen.

Casinos-Abfertigung wird erneut steuerlich geprüft
„Die Presse“ berichtete am Dienstag indes, dass Hoschers Casino-Abfertigung von 1,6 Millionen Euro trotz unterschiedlicher Verträge mit dem begünstigen Steuersatz von sechs Prozent ausgezahlt wurde, obwohl es unterschiedliche Ansichten über die steuerliche Behandlung gab. Nun soll die Steuerfrage - es geht laut „Presse“ um eine den Casinos drohende Nachzahlung von rund einer halben Million Euro - nochmals geprüft werden. „Wir werden deshalb noch die Meinung eines dritten Experten einholen, um uns abzusichern“, sagte Casinos-Anwalt Bernhard Hainz der Zeitung.

Auch Ex-Casinos-General Stoss gerät ins Visier
In den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) spielen die Abfertigungen ebenfalls eine Rolle. Ermittelt wird deshalb unter anderem wegen des Verdachts der Untreue. Laut „Kurier“ interessieren sich die Ermittler nicht nur für die Ablösezahlungen an Hoscher und Alexander Labak, sondern auch für die Abfertigung für Labaks Vorgänger als Generaldirektor, Karl Stoss (ÖVP). Dieser erhielt laut „Kurier“ am Ende des Tages mehr als zwei Millionen Euro und einen Beratervertrag.

Anzeige gegen Sidlo brachte Lawine ins Rollen
Ausgelöst wurden die Ermittlungen der WKStA durch eine anonyme Anzeige um die Bestellung des - mittlerweile wieder abberufenen - Wiener FPÖ-Bezirkspolitikers Peter Sidlo zum Casinos-Finanzvorstand unter Türkis-Blau. Die WKStA ermittelt, ob für Sidlos Bestellung dem Novomatic-Konzern Glücksspiellizenzen in Aussicht gestellt wurden. Unter den elf Beschuldigten sind Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Ex-Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP). Im August und November gab es mehrere Hausdurchsuchungen. Alle Beschuldigten bestreiten die Korruptionsvorwürfe.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 17. Februar 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.