13.01.2020 18:42 |

Enthüllungen im US-TV

Harry und Meghan: Erkaufen sich Royals Diskretion?

Bei den britischen Royals stehen die Zeichen auf Sturm, seitdem Prinz Harry und Gattin Meghan angekündigt hatten, sich aus der ersten Reihe der Königsfamilie zurückziehen so wollen. Denn: Die beiden wollen nicht nur Titel und Privilegien behalten - auch fürchtet der Palast nun, Harry und Meghan könnten auf der Couch einer US-Talkshow Platz nehmen und dort über diverse Interna der königlichen Familie auspacken. Denn sowohl der britische Fernsehjournalist Tom Bradby als auch die US-Talkikone Oprah Winfrey stehen dem Paar nahe und es gibt bereits erste Gerüchte über Interview-Vorgespräche. 

Die Queen hatte am Montagabend nach einer Krisensitzung auf ihrem Landsitz Sandringham mitgeteilt, sie und die königliche Familie würden die Pläne von Prinz Harry und der Noch-Herzogin Meghan unterstützen. Harry war am Montagnachmittag auf dem Anwesen in der Grafschaft Norfolk eingetroffen, sein älterer Bruder William soll wenig später dazugestoßen sein. Ihren gesundheitlich angeschlagenen Gatten Prinz Philipp hatte die Queen vorsorglich weggeschickt, hieß es. Philipp soll dermaßen empört über das Verhalten seines Enkelsohns und Meghan sein, dass man ihm zusätzliche Aufregung ersparen wollte. 

Meghan soll am späten Nachmittag via Telefon aus Kanada zugeschaltet gewesen sein. Sie und Harry beiden hatten vergangene Woche verkündet, künftig finanziell unabhängig sein zu wollen - ihre Adelstitel wollen sie allerdings behalten und damit Geld scheffeln. Experten schätzen den Wert der von den beiden eingetragenen Marke „Sussex Royal“ auf über 466 Millionen Euro. Das stößt aber vor allem der Queen und Prinz Charles, der den beiden Insidern zufolge pro Jahr 2,6 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen überweist, sauer auf. Auch wurde der Wohnsitz der beiden auf Schloss Windsor um rund 2,5 Millionen Euro Steuergeld renoviert.

Angst vor TV-Interview nach Treffen
Nun berichten britische Medien unter Berufung auf Palast-Insider auch noch über neue Ängste der Royals. Denn Meghan und Harry könnten sich für einen neuen Rundumschlag sogar auf die Couch einer TV-Talkshow setzen, sollte Königin Elizabeth II. ihnen nicht bei ihren Plänen entgegenkommen. Der Schaden eines nicht vom Palast genehmigten Interviews wäre immens, zitieren britische Zeitungen am Montag nicht näher genannte Quellen am Königshof.

Erkaufen sich die Royals Diskretion?
Die Queen hatte am Montagabend in einem Statement erklärt, die beiden unterstützen zu wollen, wenn sie zwischen Kanada und Großbritannien hin und her pendeln. Die finanzielle Seite wurde allerdings nicht erwähnt, es hieß lediglich: „Harry und Meghan haben klargestellt, nicht mehr von öffentlichen Geldern abhängig sein zu wollen.“ Was mit den Millionen passiert, die Harrys Vater Charles jedes Jahr überweist, weiß man aber nicht so genau. Möglicherweise wird man sich damit etwas Diskretion der beiden erkaufen. Denn nichts hasst die Queen mehr als schlechte Presse.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Prinz Andrew (59), der in einen Missbrauchsskandal verwickelt sein soll, in einem TV-Interview um Kopf und Kragen geredet. Eigentlich wollte er mit dem Interview seinen Ruf wiederherstellen. Experten sprachen von einer „PR-Katastrophe“. Der Druck auf Andrew wurde so groß, dass er seine royalen Verpflichtungen vorübergehend ruhen lässt.

„Ich glaube nicht, dass dies hübsch wird“
Im Buckingham Palast fürchtet man vor allem, Harry und Meghan könnten der königlichen Familie öffentlich „Rassismus oder Sexismus“ vorwerfen, berichtete die „Daily Mail“ im Vorfeld des Treffens auf Sandringham. Neben dem britischen Journalisten Tom Bradby, der mit Harry befreundet ist, hatte außerdem die US-Talkerin Oprah Winfrey Interesse an dem „Tell-it-all“-Interview, also einem sehr offenen Gespräch über Intima und Interna der Königsfamilie, bekündet. Bradby drohte am Sonntag mit einem „langen Fernsehinterview ohne Tabus“: „Ich glaube nicht, dass dies hübsch wird.“

Doch jetzt steht erst einmal Krisenbewältigung auf dem Plan. Die Queen wünscht sich Insidern zufolge eine Versöhnung zwischen den Brüdern William und Harry - doch die Gräben scheinen tief. Auch wenn die beiden einen jüngsten Zeitungsartikel der „Times“ über ihr Verhältnis zueinander heftig kritisierten: Die Gerüchte um ein Zerwürfnis, besonders zwischen Herzogin Kate und Meghan scheinen nicht verstummen zu wollen. Das Krisentreffen in Sandringham soll dennoch durchaus konstruktiv ausgefallen sein.

Michaela Braune
Michaela Braune
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