01.01.2020 11:55 |

Neujahrsvorsätze

Das sollten unsere Politiker 2020 besser machen

Die Böller sind verglüht, das Blei gegossen und der Walzer getanzt: Ab dem Neujahrstag soll für viele Österreicher alles anders werden. Aber auch die heimischen Politiker sollten diesen Tag nutzen, um gute Vorsätze zu fassen. Eine Hilfestellung.

Nach dem vergangenen Katastrophenjahr ist zumindest eine Prognose für 2020 sicher: Es kann nur besser werden. Nach Ibiza, Schmutz-Wahlkampf und einer Endlosschleife an politischen Fremdschäm-Momenten ist das auch nicht ganz so schwer. Dennoch kann es nicht schaden, wenn auch unsere Politiker an diesem Tag in sich gehen und darüber nachdenken, was sie denn im kommenden Jahr anders - wenn nicht besser - machen könnten.

  • Die Regierung soll endlich wieder regieren
    2019 war ein vergeudetes Jahr. Die vielen Themen, die eine breite Debatte und auch rasche Taten verdient hätten, blieben angesichts der großpolitischen Nabelschau und der tagtäglichen Grauslichkeiten völlig auf der Strecke. Die handlungsunfähige Übergangsregierung hat lange genug verwaltet - nun braucht es wieder Taten.
  • Türkis-Grün muss wirklich supersauber sein
    Wie verroht das allgemeine Bild von unseren Politikern ist, sah man an den vielen Achselzuckern, als die Casinos-Affäre aufkam. Das ist auch durchaus verständlich - Postengeschachere, Schiebungen und Mauscheleien haben in der Politik eine lange, parteiunabhängige Historie. Nach 2019 muss mit dieser unschönen Tradition gebrochen werden. Politik muss wieder sauber werden. Wenn nicht, dieses Mal sogar supersauber.
  • Die Opposition soll ihre Nabelschau beenden
    Die Oppositionsparteien brauchen einen Turnaround- die NEOS ausgenommen. Damit bei den Blauen der Neustart klappen kann, muss sie nun endlich ein für alle Mal die Vergangenheit hinter sich lassen und die Scherben, die der “Red Bull brother from Austria“ hinterlassen hat, gewissenhaft aufkehren. Das wird noch ein steiniger Weg.

    Für die SPÖ ist 2020 ein Schicksalsjahr. Will man den Bundestrend aufhalten, wird es mehr brauchen als einen nostalgischen Rückblick auf einstigen Errungenschaften. Gute Vorsätze sind dringend nötig - sonst könnten gleich zwei rote Bastionen kippen.
  • Die Politik muss das Vertrauen wiederherstellen
    Der letzte Punkt ist der, der am dringendsten notwendig ist. Um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen, bedarf es einer konsequent-ordentlichen Politik und einer Pause vom ständigen, gegenseitigen Hickhack. Es klingt ja so einfach.

    Nun gilt es, den Schwung des Neujahrs zu nützen und seine guten Vorsätze auch umzusetzen. Wie heißt es denn so schön? Einem jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So wohl auch für die Politik. In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

Katia Wagner

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