29.07.2004 22:57 |

Unschuldig im Häfn

Unschuldige müssen für Häfn-Aufenthalt zahlen

Zwei Briten (am Bild sind Michael und Vincent Hickey und der ebenfalls unschuldig verurteilte James Robinson bei ihrer Freilassung zu sehen), die 18 Jahre unschuldig hinter Gittern saßen, müssen Geld für Unterkunft und Verpflegung im Gefängnis bezahlen. Ein Viertel ihres Schadenersatzes wird ihnen deshalb nicht ausgezahlt. Diese Entscheidung fällte am Donnerstag in London das Berufungsgericht des Londoner High Court.
Michael Hickey (42) und sein Cousin Vincent(49) zeigten sich "äußerst enttäuscht". Ihre Anwältinsagte, als verurteilte Kindermörder sei ihnen das Leben imGefängnis von den anderen Häftlingen zur Höllegemacht worden. Dagegen argumentierte ein Vertreter des britischenInnenministeriums, die Zahlungen sollten den entgangenen Verdienstder beiden Männer ausgleichen. Für Miete und Lebensmittelhätten sie auch in Freiheit Geld aufwenden müssen.
 
Die Hickeys waren von einem Gericht schuldig befundenworden, 1978 einen 13-jährigen Zeitungsjungen erschossenzu haben. Zusammen mit zwei anderen Angeklagten wurden sie wegenMordes verurteilt. Einer der vier starb in Haft, die drei anderenwurden 1997 freigelassen, nachdem ein Gericht die Urteilssprüchefür null und nichtig erklärt hatte, unter anderem wegeneines illegal erlangten Geständnisses.
 
Michael Hickey wurden später umgerechnet 1,5Millionen Euro zugesprochen, Vincent Hickey 800.000 Euro - abzüglichder 25 Prozent.
Montag, 21. Juni 2021
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