Schutz von Delfinen
Frankreich verbietet Fischerei vorübergehend
Frankreichs Regierung verbietet für vier Wochen die Fischerei an der Atlantikküste. Auf diese Weise soll das Leben Hunderter Delfine gerettet werden, die ansonsten als Beifang in die Netze geraten und verenden. Betroffen von der Maßnahme sind etwa 300 Boote.
Im Golf von Biskaya ist die Fischerei für bestimmte Bootstypen vom 22. Jänner bis zum 20. Februar untersagt. In den Wintermonaten geraten Delfine verstärkt als Beifang in die Netze und verenden, weil sie nicht mehr zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen können. Das geht aus Daten hervor: Das Forschungsinstitut Pelagis registriert jährlich viele Hundert tote Delfine, die an der Küste angeschwemmt werden.
Durch das vorübergehende Verbot der Fischerei wurde die Zahl der so verendeten Säugetiere um 60 Prozent reduziert, wie das französische Umweltministerium mitteilte. Die Maßnahme wird bereits zum dritten Mal in Folge umgesetzt. Die EU-Kommission hatte auf Betreiben von Tierschützerinnen und Tierschützern Druck auf Frankreichs Regierung ausgeübt, Delfine besser zu schützen. Allerdings kamen im vergangenen Jahr dennoch rund 1890 Exemplare durch die Fischerei ums Leben.
Abschreckung durch laute Geräusche
Die Regierung und die Fischerinnen sowie Fischer sehen das Verbot auch nicht als Langzeitlösung, zumal der Staat die Einnahmeverluste in der Zeit nur zu 80 Prozent entschädigt. Daher wird zusätzlich auf Technik an Bord der Schiffe gesetzt, etwa laute Geräusche, um die Delfine abzuschrecken. Die Tiere könnten sich jedoch an die Geräusche gewöhnen oder auch aus den Gebieten vertrieben werden, sagte der Bioakustiker Olivier Adam von der Pariser Sorbonne-Universität. Getestet wird derzeit eine Banke, die nur dann auslöst und ein Signal aussendet, wenn ein Delfin tatsächlich in der Nähe ist.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.