23.12.2019 08:24 |

„Kein idealer Gast“

Auinger: „Die Aussagen zu Putin sind entbehrlich“

Die Aussage vom grünen Landes-Vize Heinrich Schellhorn, dass Putin nicht der ideale Gast für die Salzburger Festspiele wäre, beschäftigt weiter. Bernhard Auinger (SPÖ), Leiter des Kulturressorts der Stadt, hält die Aussagen für entbehrlich. Ähnlich sieht es SP-Kultursprecherin Stefanie Mösl.

„Wenn der Bundespräsident einen Staatschef zu den Festspielen einlädt, dann ist das zu akzeptieren“, sagt Stadtvize Bernhard Auinger, der das Kulturressort inne hat. Landeshauptmann-Stellvertreter und Kulturreferent Heinrich Schellhorn (Grüne) hat, wie berichtet, den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin zum „nicht idealen Gast der Festspiele“ erklärt.

Auinger vermutet, dass es Schellhorn mehr um den 200.000 Euro Gazprom-Sponsordeal geht. „Und dann ist die Aussage sehr populistisch“, so Auinger, der bei den Landes-Grünen an einen sanften Schwenk in Richtung Oppositionsarbeit, so wie in der Landeshauptstadt, glaubt.

Kritik am Sponsoring sollte erlaubt sein
Für die Kultursprecherin der SPÖ, Stefanie Mösl ist klar: „Putin ist und bleibt ein Staatschef. Da geht es um eine ganz andere diplomatische Ebene, wenn der Bundespräsident einen Staatsgast einlädt.“ Sie meint aber, dass man bei Sponsoren wie dem russischen Gazprom-Unternehmen durchaus kritisch gegenüber stehen kann: „Diese sollte man sich vielleicht besser aussuchen.“

Die Einladung an Putin zu den Jubiläumsfestspielen im kommenden Sommer erging am 15. Mai von Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Rahmen seines Besuchs in Russland.

Felix Roittner

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