23.12.2019 08:21 |

Festspiele

Putin ist in Salzburg nur teils willkommen

Der Grüne Landes-Vize Heinrich Schellhorn sorgte mit einer Aussage, dass Russlands Präsident Wladimir Putin kein idealer Gast für die Festspiele wäre für Aufsehen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sieht das anders.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen lud am 15. Mai im Rahmen seines Russlandbesuchs, Präsident Wladimir Putin zu den Jubiläums-Festspielen im kommenden Jahr in Salzburg. Landeshauptmann-Stellvertreter und Kulturreferent Heinrich Schellhorn sieht Putin aber nicht als idealen Gast der Festspiele an – im Gegensatz zur deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die immer willkommen sei.

Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sieht die Sache ganz anders aus. Er meint, dass dies nur die Meinung von Schellhorn wäre. „Wenn Staatsgäste zu uns kommen, dann zeigt dies die Strahlkraft der Festspiele“, so Haslauer.
Er sieht das Festival als Ort des Brückenbauens, daher sei auch jeder willkommen. „Sowohl Stadt als auch Land sind immer offen und gastfreundlich“, stellt Haslauer klar.
Und Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler? Sie verweilt auf Urlaub und wollte nicht gestört werden.

Gazprom-Geld sorgt für Gesprächsstoff
Spätestens seit Oktober sehen einige das Verhältnis der Festspiele mit Russland etwas gespalten. Da wurde bekannt, dass das russische Staatsunternehmen Gazprom in Kooperation mit der OMV das Jubiläumsjahr mit 200.000 Euro unterstützen wird. Darauf folgte die Diskussion, welche Sponsoren überhaupt für das kulturelle Großereignis die passenden sind. Mitte August hatte der Weltkonzern Nestle den Ausstieg aus seinem Engagement bekannt gegeben. Auch Nestle ist ja bekanntlich kein unumstrittener Global Player.

Felix Roittner

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