„Nicht verstecken“

Sieg der Liebe! Viki Schnaderbeck über ihr Outing

„Meine Familie und Freunde haben es natürlich gewusst. Ich habe mich jetzt bereit gefühlt, diesen großen Schritt zu machen!“ Sagte ÖFB-Teamkapitänin Viki Schnaderbeck, die wie Kollegin Sarah Puntigam ihre Liebe auf einem Foto erstmals „veröffentlichte“.

Viki, die mit der norwegischen Mittelschul-Lehrerin Anna eine Fernbeziehung führt, wollte sich in der Weihnachtspause „unspektakulär, aber sehr klar“ outen. Botschaft: „Ich habe eine Freundin, ich bin glücklich - das ist alles, was zählt.“

Etwas, das auch „Punti“, die mit der Fußballerin Genessee Daughetee aus Los Angeles liiert ist, ähnlich sieht. Und sowohl bei ihrem französischen Klub Montpellier, als auch bei Vikis Arsenal-Girls in London völlig normal ist. „Ich wollte mich nicht mehr verstecken, ein Zeichen setzen und helfen, dieses Thema zu enttabuisieren“, betont die 28-jährige Schnaderbeck. „Ganz ehrlich: Ich bin danach sehr entspannt gewesen.“

Auch dank der zahlreichen von mittlerweile Hunderten Nachrichten. „Ich wusste, dass es Reaktionen geben wird. Aber es waren nur Gratulationen - vom Nationalteam, von Ex-Klub Bayern und so weiter“, so die zweifache „Krone“-Fußballerin des Jahres, die am Donnerstag mit ihrer Herzdame sowie Klub- und Teamtorfrau Manu Zinsberger nach Österreich heimflog.

Ob Anna immer an ihrer Seite sei? „Sie wohnt noch in Bergen, wird aber in absehbarer Zeit zu mir nach London ziehen.“ Und auch bei Vikis Spielen dabei sein - etwa bei jenen des ÖFB-Teams in der EM-Quali. „Im Hit gegen Frankreich“, lachte die Kapitänin, „kann ich sie gut gebrauchen.“

Apropos ÖFB: Der hatte letztes Jahr in seiner „Strategie 2018-23“ die Idee präsentiert, dass Herren-Bundesliga-Klubs für den Lizenz-Erhalt auch ein Frauen-Team stellen sollten.

Jetzt nahm Boss Leo Windtner, vom Verein „Wir Frauen im Sport“ initiiert, zum Fortschritt der Strategie Stellung. Er sagte beim Talk im Wiener Filmquartier: „Eine sofortige Lizenzbedingung wäre zu radikal.“ Allerdings: „Die Klubs sollten sich damit vertraut machen, dass ein Frauenteam in drei bis fünf Jahren als Lizenzkriterium kommen kann!“

Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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