17.12.2019 13:44 |

Casinos-Abfertigung

Dornauer verlangt Ausschluss Hoschers aus SPÖ

Der Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer hat Kritik an der enormen Abfertigung für Ex-Casinos-Vorstand Dietmar Hoscher (SPÖ) geübt. „Solche Summen sozusagen fürs Nixtun zu kassieren, ist aus meiner Sicht und aus der Sicht vieler Österreicherinnen und Österreicher höchst unanständig und moralisch nicht vertretbar“, sagte Dornauer am Dienstag gegenüber dem Ö1-„Mittagsjournal“.

Das Kassieren derartiger Summen habe nichts mehr mit sozialdemokratischen Grundsätzen zu tun, so Dornauer. „Und deshalb müssen wir uns von solchen Herren raschestmöglich verabschieden.“ Dornauer werde in der nächsten Sitzung des Bundesparteivorstands zwar keinen Antrag auf einen Ausschluss von Hoscher einbringen, erklärte der Tiroler SPÖ-Landesgeschäftsführer Lukas Matt, aber ansprechen, dass sich die Sozialdemokratie „von solchen Leuten endgültig trennen“ sollte.

Rendi-Wagner: „Kein Verständnis für Höhe der Gage“
Zurückhaltender gab sich diesbezüglich SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Sie betonte zwar, dass die Höhe der Gage „nicht nachvollziehbar“ sei und sie „kein Verständnis“ dafür habe. Gefragt nach einem Ausschluss Hoschers meinte sie gegenüber Ö1 aber: „Ich werde eine sachliche Diskussion führen, alles andere werden wir sehen.“

Zudem regte die SPÖ-Chefin eine Begrenzung von Managergehältern in staatsnahen Unternehmen an. Diesbezüglich schlug Rendi-Wagner eine Obergrenze von 500.000 Euro als maximales Jahressalär vor.

Fast idente Forderung wie Doskozil
Schon vor rund einer Woche hatte Burgenlands roter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (Bild oben) - er hat im Jänner eine Landtagswahl zu schlagen - gefordert, die SPÖ sollte sich von Wirtschaftsvertretern trennen, „die glauben, die Sozialdemokratie zu vertreten, und nicht mehr wissen, wie es den Menschen geht“ - nämlich Ex-Parteichef Alfred Gusenbauer oder Hoscher. Damit wollte er zwar nicht den Parteiausschluss gefordert haben, aber die Betreffenden sollten „sich hinterfragen“ und die Parteispitze müsste hier eine klare Position haben, so Doskozil.

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