10.12.2019 10:00 |

In Salzburg-Liefering

Ein Bauernhof muss dem Wohnbau weichen

Salzburgs Wohnbauboom fordert sein nächstes Opfer: Der ehemalige Hof des Wallnerbauers in Salzburg-Liefering soll Platz für 43 Wohnungen machen! „Wir sind am Beginn der Planungsphase, wir wollen erst 2021 mit dem Bau beginnen“, sagt gswb-Chef Bernhard Kopf.

Irgendwie war er schon immer da, der kleine Hof in der Triebenbachstraße 22. Weiß gestrichen, rotes Eternit, moosgrüne Fensterläden, umringt von Wohnblöcken und der Kirche – so kennt man den Hof des Wallnerbauers in Salzburg-Liefering. Ein Kleinod.

Diesen Anblick müssen sich die Lieferinger wohl bald ins Gedächtnis einprägen: Denn der Hof soll schon im Jahr 2021 einem Wohnbauprojekt der gswb weichen – 43 Wohnungen samt Tiefgarage sollen anstelle des altehrwürdigen Einhofes entstehen!

„Wir haben Ende 2018 die letzten 3500 Quadratmeter der Liegenschaft dem Wallnerbauern abgekauft, samt dem Bauernhaus und Nebengebäude“, berichtet Bernhard Kopf, Geschäftsführer der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft.

Die Baupläne werden erst ausgearbeitet
Wie genau das Wohnbauprojekt aussehen wird, ist noch unklar. Nur so viel: Im Gestaltungsbeirat Mitte November wurde eine erste Voranfrage zum städtebaulichen Konzept und zur Erhöhung der Baudichte gestellt. Nach der nächsten Sitzung im Jänner wisse man mehr.

Auch ob das kleine Auszugshaus nebenan bleibt, ist fraglich: „Der Wallnerbauer hat mit einem Herren aus Kroatien, der sich um die Liegenschaft kümmert, vor langer Zeit einen mündlichen Mietvertrag abgeschlossen. Wenn er will, werden wir ihm eine neue Wohnung anbieten. Sonst bleibt das Häuserl“, so Kopf.

Das anstehende Bauprojekt ist nicht das erste am Standort. Die gswb kaufte und bebaute bereits zwei Grundstücke hinter dem Hof des Wallnerbauerns. Warum? „Der hat sich nach Oberösterreich zurückgezogen. In der Stadt sei es schwierig, ein Bauer zu sein“, berichtet der gswb-Chef.

Derzeit sind alleine beim Wohnungsamt der Stadt 2479 Menschen für eine Wohnung vorgemerkt!

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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