25.11.2019 05:30 |

Nicht gedeckt

Viele Unwetter-Opfer bleiben auf Schäden sitzen

Viele Kärntner haben sich noch nicht von den Auswirkungen durch Föhnsturm „Vaia“ erholt und stehen nun nach der jüngsten Unwetterkatastrophe erneut vor großen Problemen: Denn wieder zeichnet sich ab, dass von den geschätzten 50 Millionen Euro Schaden nur etwa die Hälfte durch Versicherungen übernommen wird.

Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner hat sich ein Bild von den vielen Schäden vor Ort gemacht – und ist bestürzt, dass viele Kärntner mit ihren Problemen allein gelassen werden. Denn Versicherungsvertreter hätten bereits klargemacht: „Wir zahlen nichts.“

Muren selten von Versicherungen umfasst
Muren etwa sind von den klassischen Gebäudeversicherungen selten umfasst. Meist wird sogar bei einem Totalschaden nur eine geringe Katastrophendeckung übernommen. Fellner: „Es gibt aber ganz konkrete Fälle, wo unsere Landesgeologen – und das sind Experten – unmissverständlich bestätigen, dass es sich um Hangrutschungen handelt.“ Diese wiederum wären großteils versichert. Daher würde das Land laut Fellner diese Gutachten Opfern zur Verfügung stellen, damit diese zu ihrem Recht zu kommen.

Weiters gibt es aus dem Katastrophenfonds unbürokratische Unterstützung bis zu 5000 Euro als Soforthilfe. An die Versicherungen appelliert Fellner: „Unternehmen Sie alles, um diesen Familien zu helfen!“

Ruf nach Pflichtversicherung gegen Wetterphänomene
Generell wird aber – wie bei jeder Unwetterkatastrophe – der Ruf nach einer Pflichtversicherung gegen Wetterphänomene wieder laut. Die Versicherungsgesellschaften forcieren eine verpflichtende Absicherung im Rahmen einer Risikogemeinschaft. Und auch Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer fordert neue Gesetze durch die Bundesregierung: „Es besteht enormer Handlungsbedarf.“

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