20.11.2019 12:00 |

Es geht um Prioritäten

Stadt und Land driften bei Saalachsteg auseinander

Die Stadt-ÖVP zweifelt am Nutzen eines Radstegs über die Saalach nach Freilassing und hat diesen am Dienstag mit der FPÖ quasi eine Absage erteilt. Grüne und SPÖ toben und auch die Landespartei ist nicht begeistert. Um das Projekt doch zu retten, übernimmt jetzt das Land die Planungskosten der Stadt.

Offiziell hat die Stadt-ÖVP gemeinsam mit der FPÖ das Projekt für einen neuen Radweg über die Saalach nach Freilassing auf 2020 verschoben. „Aktuell schwirren viele Rad-Großprojekte herum, deren Umsetzung durchaus Sinn machen. Klar ist aber auch, dass wir nicht alle gleichzeitig umsetzen können“, sagt ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs und fügt an: „Unser Ziel muss es daher sein, das Projekt so auszuwählen, dass wir unserem Ziel, den Radanteil zu erhöhen, entscheidend näher kommen.“

Grüne und SPÖ toben. „Die Stadt-ÖVP ist eine Verhinderer-Partei, die in ihrem Machtrausch sogar den eigenen Verkehrslandesrat Schnöll und die beteiligten Partnergemeinden im Stich lässt“, sagt Ingeborg Haller (Grüne). „Ich bin fassungslos. Für dieses Projekt hätte es EU-Förderungen gegeben und es wurde bereits vom Gemeinderat im Rahmen der Radverkehrsstrategie beschlossen“, zeigt sich auch SPÖ-Gemeinderätin Hannelore Schmidt sichtlich enttäuscht.

Die Planungen für die Verlängerung des Radwegs entlang der S-Bahn hätten Stadt und Land jeweils 12.000 Euro gekostet.

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll will das Projekt dennoch vorantreiben: „Wir können und wollen nicht länger warten.“ Das Land übernimmt jetzt kurzerhand die Planungskosten der Stadt.

Felix Roittner
Felix Roittner
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