14.11.2019 08:47 |

Schulen gesperrt

Arbeiten nach Schneefall laufen auf Hochtouren

Nach dem plötzlichen Wintereinbruch in Oberkärnten und Osttirol bleiben auch heute, Donnerstag, einige Schulen gesperrt. Wie das Land in einer Aussendung mitteilte, wurde zwar die Schulfrei-Verordnung wieder aufgehoben - allerdings blieben die Volksschulen Heiligenblut, Stall und Rangersdorf im Mölltal (Bezirk Spittal an der Drau) auch am Donnerstag geschlossen; in Osttirol sind es 17 Schulen. Entschuldigt seien am Donnerstag auch Schüler, für die der Schulweg wegen der Schneelage zu gefährlich ist. Auch einige Straßen bleiben weiterhin gesperrt. Währenddessen sind noch immer zahlreiche Haushalte ohne Strom.

Zwar hat es vorerst aufgehört zu schneien, rund 1500 Haushalte sind aber weiterhin ohne Strom. In Kärnten und Osttirol arbeiten die Kelag sowie die Tinetz auf Hochtouren. Das Vilgratental und Lesachtal sind wieder versorgt. Im Deffereggental wird seit Mittwoch 17 Uhr gearbeitet. „Wir haben die berechtigte Hoffnung heute alle Störungen im Hoch- / Mittelspannungsnetz beheben zu können“, heißt es von Seiten der TINETZ.

Olga Reisner, Bezirkshauptfrau von Osttirol: „Wegen Schneebruchgefahr bitte nicht in den Wald gehen oder sich unter Bäumen aufhalten. Bei Wetterbesserung bitte unbedingt die Warnungen der Lawinenkommissionen und des Lawinenwarndiensts beachten.“ Geschlossen sind die Schulen im Defereggental, Lesachttal, Villgratental, die VS Assling, VS Mittewald und die VS Assling.

Warnung für Freitag
Der Hydrographische Dienst Kärnten hat am Donnerstag eine Hochwasserwarnung für das Wochenende veröffentlicht. Laut Wetterprognosen dürften zwei Niederschlagsfronten von Süden her durchziehen und die Schneefallgrenze steigen. Die Pegel an unterer Drau, Gurk, Glan und Vellach dürften in den Bereich des fünf- bis zehnjährlichen Hochwassers steigen. Die Niederschlagsmengen der vergangenen Tage waren bereits nicht unerheblich. Seit Dienstag etwa wurden am Plöckenpass 111 Millimeter pro Quadratmeter gemessen, in Irschen 104 - wobei vor allem im Westen und in höheren Lagen nicht Regen, sondern Schnee fiel. Nun soll die Schneefallgrenze auf 1.500 bis 1.800 Meter steigen. Im Gailtal, im oberen Drautal und in den Hohen Tauern sollen flächendeckend 100 bis 150 Millimeter pro Quadratmeter hinzukommen, in den übrigen Landesteilen 30 bis 80. Die Gail, die Möll und die Lieser dürften dadurch Hochwasser im ein- bis fünfjährlichen Bereich führen. Lokal seien kleinräumige Überflutungen möglich, hieß es. Auch durch hohe Grundwasserstände und Hangrutschungen könne es zu Problemen kommen. In Lavamünd, wo es im November 2012 ein verheerendes Hochwasser gegeben hatte, wird in der Nacht auf Montag ein Spitzenabfluss von circa 1.600 Kubikmeter pro Sekunde erwartet. Der normale Mittelwasserabfluss der Drau bei Lavamünd liegt bei etwa 300 Kubikmetern pro Sekunde. Der Verbund habe angekündigt, die Wasserpegel in den Stauräumen vorsorglich abzusenken.

Weiterhin Straßen gesperrt
Während die Gailtal Straße (B111) auf der Kärntner Seite des Lesachtales wieder befahrbar war, galt zwischen Maria Luggau und Osttirol noch immer eine Sperre. Wegen umgestürzter Bäume gesperrt war am Donnerstag auch noch der Plöckenpass (Grenzübergang nach Italien), der Kreuzberg (B87) und die Kreuzner Straße (L33). Die gestern noch bestehenden Kettenpflichten auf der Nassfeld Straße (B90) und am Gailberg (B110) wurden aufgehoben. Sperren oder Teilsperren gab es Donnerstagvormittag auf der B 78, B 111, L 267, L 19, L 20 sowie der Hochrindl Straße. Bis zumindest Donnerstagvormittag gesperrt blieb auch die Großglockner Straße (B107) im Bereich Iselsberg, der das Mölltal mit Osttirol verbindet. Aktuelle Infos gibt es hier.

Auch die aktuell geltenden Schneekettenpflichten sind zu beachten:
- Nassfeld Straße: Tröpolach
- Katschberg Straße: Spittal - Mauterndorf
- Wurzenpass Straße
- Kreuzner Landesstraße: St. Stefan - Feistritz
- Falkertsee Landesstraße: Falkertsee - Patergassen
- Wöbringer Straße: Metnitz - Gasthaus Leitgeb

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