Mehr Eigenveranwortung

Was der neue Spitälerplan für Patienten bedeutet

Oberösterreich bekommt einen neuen Strukturplan Gesundheit, der mit Zeithorizont 2025 wichtige Weichenstellungen bei der Spitalsversorgung, aber auch im niedergelassenen Bereich bringt. Was bedeutet das für die Patientinnen und Patienten? Sie müssen, kurz gesagt, mehr Eigenverantwortung und mehr Flexibilität aufbringen, kriegen aber auch bessere Medizin-Netzwerke.

Es gibt zwar keinen Bettenabbau, aber – wie schon berichtet – diverse Verschiebungen zwischen Fachrichtungen und Regionen sowie in den ambulanten und tagesklinischen Bereichen.

Mobiler werden
Die Patienten müssen dabei mobiler werden: Wohnortnah werden (nur) häufige und unkomplizierte Leistungen angeboten, komplexe Leistungen werden weitestgehend konzentriert, aber im eigenen Bundesland auf jeden Fall angeboten. Wer im Zentrum eine schwierigere OP hat, wird dann frühzeitig in das Heimatspital rückverlegt.

Spitäler-Vermeidung
Einer der Grundsätze für den „RSG 2025“ ist die Vemeidung unnötiger Spitalsaufenthalte, stationär, aber auch in den Ambulanzen. Das bedeutet: Gesundheitsförderung und Prävention werden gestärkt, aber auch die Menschen zu höherer Gesundheitskompetenz angespornt. Die Steuerung erfolgt zunehmend über das Gesundheitstelefon 1450 bzw. über krankheitenbezogene Netzwerke. Telemedizin wird forciert, zum Beispiel zur Schrittmacherkontrolle. Und: Im niedergelassenen Bereich werden die Primärversorgungszentren weiter ausgebaut.

Personal-Engpässe
Die bekannten Personal-Engpässe, die durch die Pensionierungswelle bei den Babyboomern zunehmen werden, werden im Spitalsplan ebenfalls (nebenbei) behandelt. Zu den Gegenmaßnahmen gehört die Spitäler-Vermeidung (siehe oben). Bei den Ärzten erhofft man sich Entlastungen durch vermehrte Delegation von Leistungen, „die qualitativ hochwertig auch von anderen Gesundheitsberufen erbracht werden können“. Dort gibt es aber auch Mangel

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