06.11.2019 07:20 |

Gouverneurswahl

Trump verliert Republikaner-Hochburg Kentucky

Der erste große Stimmungstest rund ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl ist für Amtsinhaber Donald Trump ordentlich schiefgegangen. Bei der Gouverneurswahl in der Republikaner-Hochburg Kentucky musste sich nämlich Trumps Kandidat Matt Bevin (52) knapp seinem demokratischen Herausforderer Andy Beshear (41) geschlagen geben. Vor drei Jahren hatte Trump die Präsidentenwahl in Kentucky noch erdrutschartig mit 30 Prozentpunkten Vorsprung auf Hillary Clinton gewonnen.

Ob der aktuelle Urnengang auch Rückschlüsse auf die Präsidentschaftswahl zulässt, ist natürlich zu hinterfragen, handelte es sich bei Bevin um einen eher unbeliebten Gouverneur. Trumps Versuche, dem Amtsinhaber in Kentucky persönlich vor Ort den Rücken zu stärken, brachten keinen Erfolg. Bei einem Wahlkampfauftritt forderte Trump, dass die Bürger Kentuckys Bevin wiederwählen müssen. Täten sie dies nicht, würden die Politikbeobachter nämlich sofort sagen, „dass Trump die größte Niederlage der Weltgeschichte erlitten hat. Ihr könnt mir das nicht antun“, appellierte der Präsident.

Deutungsversuche der Republikaner
Dem 45. Präsident der USA misslang, die Gouverneurswahl zu einem Votum gegen die in Kentucky unbeliebten Amtsenthebungs-Ermittlungen umzufunktionieren. Vertreter der Republikaner wiesen aber bereits in der Stunde der Niederlage darauf hin, dass sich bei den zeitgleichen Wahlen anderer Spitzenposten durchgehend Republikaner durchsetzten. Zudem unterscheide sich Beshear deutlich vom demokratischen Establishment in Washington. Tatsächlich vermied der Sohn von Ex-Gouverneur Steve Beshear (2007-2015) offene Kritik an Trump und hielt sich auch in der Frage eines Amtsenthebungsverfahrens bedeckt.

Gewählt wurde am Dienstag auch in Mississippi und Virginia. In Mississippi, wo Trump die Präsidentenwahl mit knapp 58 Prozent gewonnen hatte, konnte sich der republikanische Vizegouverneur bei der Gouverneurswahl mit 54,4 zu 44,3 Prozent gegen den Demokraten Jim Hood durchsetzen. In Virginia gelang es den Demokraten, beide Häuser des Regionalparlaments zu erobern.

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