05.11.2019 09:05 |

Eklat in Deutschland

Schüler grölten nach KZ-Besuch Nazi-Lieder

Zu einem Vorfall, der traurig und nachdenklich stimmt, ist es in Deutschland gekommen, nachdem eine Schulklasse das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald besucht hatte: Auf der Rückfahrt vom KZ spielten drei 14-jährige Schüler mit ihren Smartphones antisemitische Lieder ab und grölten dabei auch noch mit.

Laut „Bild“ kam es bereits am 15. Oktober zu dem Eklat, der erst nun an die Öffentlichkeit gelangte. Die Leiter der hessischen Schule erstatteten Anzeige, die Polizei ermittelt seit Ende Oktober wegen Volksverhetzung. Auch die Schule selbst wird wohl Sanktionen gegen das Trio verhängen.

Das rigorose Vorgehen der Schulleitung wurde von der Politik gelobt. Kultusminister Alexander Lorz von der CDU teilte am Montagabend mit: „Hetzerische Lieder und Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Den Jugendlichen muss deutlich vor Augen geführt werden, dass wir so etwas in unserem Land nicht dulden.“

Von der SPD meldete sich Landesrätin Anita Schneider zu Wort und meinte, es sei der richtige Schritt gewesen, die Schüler anzuzeigen.

56.000 Menschen in Buchenwald ermordet
Das Konzentrationslager Buchenwald war 1937 von den Nationalsozialisten auf dem Ettersberg bei Weimar errichtet worden. Beinahe 270.000 Menschen waren dort gefangen, darunter auch der im September im Alter von 106 Jahren verstorbene Marko Feingold. Bis Kriegsende kamen in dem Lager 56.000 Personen ums Leben.

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