21.10.2019 14:00 |

Top-Chirurg im Fokus

Krisensitzung zu Organ-Krimi im Wiener AKH

Die Kritik im Organ-Krimi am Wiener AKH wird auch in der ärztlichen Kollegenschaft immer lauter. Es geht um Vorwürfe, dass Privatpatienten auf der Warteliste für Spenderlungen möglicherweise bevorzugt wurden und ein unübersichtliches System zu einem „Transplantations-Tourismus“ geführt hat ...

Was ist dran an den Verdächtigungen gegen Walter Klepetko, DER Medizin-Koryphäe bei Lungentransplantationen? Nachdem die „Süddeutsche Zeitung“ bei einer griechischen Patientin schwere Anschuldigungen der Bevorzugung erhoben hat, gehen die Wogen an der Med-Uni weiterhin hoch.

Aufgrund der Vorwürfe gab es am Montag auch eine Krisensitzung der ärztlichen Direktion im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Im Mittelpunkt steht eben die Thoraxchirurgie bzw. deren Leiter.

Alle Lungentransplantationen im AKH durchgeführt
In internationaler Zusammenarbeit sollen ja Transplantationszentren etwa in Athen, aber auch Slowenien, Serbien, Bosnien, Bulgarien und Rumänien geschaffen worden sein. Seltsam nur: Alle Lungentransplantationen fanden im AKH statt, keine einzige in den vergangenen beiden Jahren in den genannten Ländern.

Zudem landeten nach der „Krone“ vorliegenden Zahlen annähernd doppelt so viele Hellas-Patienten auf dem Operationstisch bei uns, wie es im Gegenzug eigentlich Spenderlungen aus Griechenland gab. Also ein sattes Minus für die „Wiener Liste“ ... Auch das Honorar für Ausländer, das um fast das Dreifache gegenüber jenem für Inländer liegt, sorgt für Diskussionen über mögliche Bevorzugung.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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