Nach Österreich-Sieg

Slowenien-Presse: „Dem ÖFB-Team half auch Cakir“

Slowenische Tageszeitungen und Informationsportale im Internet gehen nach der 0:1-Heimniederlage gegen Österreich hart mit der Nationalmannschaft Sloweniens ins Gericht. Im Entscheidungsspiel um die EM-Qualifikation hätten die Hausherren praktisch keine Chance gehabt und müssten jetzt verdient zuhause bleiben, lautete am Montag der Tenor der Kommentare. Der größte ÖFB-Schreckmoment in Ljubljana war ein grobes Foul von Andreas Ulmer an den Slowenen Roman Bezjak, für das der Salzburg-Kapitän vor der Pause auch Rot hätte sehen können - vielleicht sogar müssen. So sieht es auch teilweise die slowenische Presse.

Hier die slowenischen Pressestimmen:

Delo (Ljubljana):
„Österreich machte die slowenischen EM-Hoffnungen zunichte. Polen hat (die Qualifikation) schon geschafft, Österreich kann sie nur durch ein Wunder verpassen. Slowenien hat verdient das entscheidende Duell verloren und die Österreicher praktisch kampflos zur Euro geschickt. In 90 Minuten gab es kaum einen gefährlichen Schuss, auch sonst war Slowenien in jeder Hinsicht schlechter. Österreich machte, was nötig war.“

Dnevnik (Ljubljana):
„Ein blutleeres und unkoordiniertes Slowenien verspielte nach einem schlechten Spiel mit einer Niederlage im Nachbar-Derby mit Österreich in Stozice alle Chancen auf ein Antreten bei der Europameisterschaft 2020. In der ersten Halbzeit spielte der türkische Schiedsrichter Cunyet (sic!) Cakir Slowenien übel mit. Die Österreicher kontrollierten auch ohne ihre größten Stars Alaba und Arnautovic das Spielfeld und bestätigten, warum sie tragende Rollen in Bundesliga-Klubs haben. Für Slowenien ein Augenblick der Wahrheit, dass es weit davon entfernt ist, bei einem Turnier antreten zu können.“

Vecer (Maribor):
„Das Märchen hatte noch gar nicht richtig begonnen, da ist es schon wieder vorbei. Nach einem perfekten September musste das slowenische Nationalteam einen jämmerlichen Oktober erleben. Nach der zweiten Niederlage in Serie kann die slowenische Nationalmannschaft nur noch durch ein Wunder zur Europameisterschaft kommen. Den Österreichern half auch Cüneyt Cakir. Zwei Mal verlangten unsere Teamspieler einen Elfmeter, doch blieb der Champions League erprobte Schiedsrichter stumm.“

Ekipa (Ljubljana):
„Das tut weh! Ein Schlag genau ins Gesicht! Slowenien auf verlorenem Posten.“

Slovenske novice (Ljubljana):
„Große Enttäuschung: Slowenische Fußballer verloren gegen Österreich. Das slowenische Nationalteam verlor in Stozice das achte Qualifikationsspiel nach einer erbärmlichen Vorstellung praktisch ohne eine einzige Chance mit 0:1 gegen Österreich.“

RTV Slovenija (öffentlich-rechtlicher Fernsehsender):
„Ein schwarzer Oktober knallte Keks Burschen praktisch die Tür zur Euro zu. Mehr als die Niederlage schmerzt die Tatsache, dass Slowenien eigentlich keine reale Chance auf wenigstens einen Punkt hatte. In der gesamten zweiten Halbzeit, in der es hätte angreifen müssen, brachte es keinen gefährlichen Angriff zustande. Österreich kontrollierte das Spiel und überstand eine der schwierigeren Aufgaben dieser Qualifikation ohne gröbere Probleme.“

24.com (Internetportal des Privatsenders POP TV):
„Für Slowenien war es ein ganz wichtiges Quali-Spiel, doch standen sie am Ende mit leeren Händen da. Obwohl das Stozice-Stadion ausverkauft war, boten sie zu wenig und die Gäste siegten mit 0:1. Die Slowenen waren nicht gefährlich, die Österreicher konnten ihre Pläne und Spielzüge erfolgreich durchkreuzen.“

Siol.net (Infoportal von Telekom Slovenije):
„Ein geschwächtes Österreich schlug Slowenien K.o. Adieu, Euro 2020. Österreich, das auf seine beiden besten Fußballer verzichten musste, erteilte Slowenien eine Lektion in allen fußballerischen Belangen und siegte verdient. (...) Mit der zweiten Niederlage hintereinander sind praktisch alle Chancen auf eine Qualifikation dahin. Slowenien kann nur ein Wunder retten - verdienen würde es dieses aber nicht...“

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