Salzburg, WAC und LASK

Österreichs großer Traum von der goldenen Premiere

Österreichs großer Traum von der goldenen Premiere: Noch nie überstanden drei österreichische Vereine in einer Europacup-Saison die Gruppe - jetzt haben Salzburg, der LASK und Wolfsberg die historische Chance!

Fußball-Fans dürfen sich auf einen spektakulären Herbst freuen.

Salzburg: Serie befeuert wilde Fantasie
Würde die Gruppenphase bereits beendet sein, stünde Salzburg als Zweiter im Achtelfinale der Königsklasse! Unter den besten 16 Teams Europas. Noch sind für Österreichs Meister, der sich mit 3:4 in Liverpool international weiter mächtig Respekt verschafft hat, jedoch harte vier Runden zu absolvieren.

Hier die Salzburger Stimmen nach dem 3:4 in Liverpool:

Doch Salzburg glaubt - allen voran Trainer Jesse Marsch („Wir wissen jetzt, dass wir auf diesem Level mithalten können“) - fest ans Wunder Top 2 in Hammer-Abteilung E. Gestützt wird der Optimismus von der atemraubenden Heimserie, von mittlerweile 70 (!) ungeschlagenen Partien am Stück, so scheint der Traum vom Aufstieg mehr als nur eine wilde Fantasie zu sein.

Und so kann die Aufstiegsrechnung aussehen: Heimsieg gegen Napoli, wie schon im März in der Europa League, ein Remis am letzten Spieltag zu Hause gegen Liverpool. Zudem ein Dreier bei Schlusslicht Genk - macht weitere sieben, gesamt zehn Punkte. Zum Vergleich: Im Vorjahr reichten zwei Teams sogar acht Zähler für die Top 2. Nur eine Mannschaft musste trotz neun Zählern in den sauren Apfel beißen: SSC Neapel.

WAC: „Dürfen größer, weiter denken“
Während Roma-Trainer Paulo Fonseca ob seiner Gewalt-Rotation die erzürnten italienischen Journalisten beruhigen musste („Ich hatte keine Alternativen - einige sind verletzt, andere müde“), konnte Wolfsbergs Erfolgstrainer Gerhard Struber über die Raunzerei des Portugiesen über das ach so dichte Programm nur lächeln. Noch dazu, wo Roma drei (!) Liga-Spiele weniger in den Knochen hat als WAC!

Von Beginn an hatte Struber ja stets betont, dass „wir die vielen Spiele als Belohnung sehen, nicht als Belastung. Meine Burschen sind konditionell in Topform, spielen richtig gern zusammen, zeichnen sich durch einen besonderen Teamgeist aus.“

Was Michi Liendl nach dem Remis zu sagen hatte, sehen Sie hier:

Gegen die „Riesen“ der Gruppe, gegen Gladbach (4:0) und Roma (1:1), vier Punkte geholt - wird da nicht langsam der Aufstieg in der Gruppe, also Platz eins oder zwei, ein Thema? „Wir dürfen größer und weiter denken, ja - aber vorerst haben wir keinen Grund, unsere Ziele nachzuschärfen. Wir wollen unsere Spiele einfach weiter mit hoher Konzentration, hoher Aufmerksamkeit abarbeiten - aber natürlich, wenn es so weitergeht“

LASK: Tränen, die die Hoffnung nähren
„Wir haben Sporting hier an die Wand gespielt“, sagte Peter Michorl nach Abpfiff in Lissabon - und bekommt durch alle Statistiken recht: 22:10 Schüsse, 7:4 aufs Tor, 11:7 Eckbälle, 450:398 gespielte Pässe, dank 325:282 angekommenen Pässen auch eine höhere Passquote, 50:50 Ballbesitz.

Trotzdem wurde das Spiel durch zwei Gegentore binnen 4:40 Minuten 1:2 verloren. „Die waren nicht das Problem - wir hätten ja 6:2 gewinnen können“, sagt Michorl. „Wir hätten zur Pause 3:0 führen müssen“, so Kapitän Gernot Trauner, „doch sie machten aus drei Chancen zwei Tore, wir aus sieben eines.“ Weshalb Michorl dieses 1:2 gegen das 185-Millionen-Euro-Team sogar „mehr schmerzte“ als das unglückliche Out im Vorjahr in der Europa-League-Quali gegen Besiktas durch ein Gegentor in Minute 90.

„Wir können trotzdem stolz sein“, sagt Trainer Valérien Ismaël, der von „einer unglaublichen Leistung“ sprach. Die freilich Hoffnung für die vier restlichen Spiele in Gruppe D nährt. In der für die Linzer trotz Außenseiterrolle Platz zwei durchaus weiter nicht unrealistisch scheint.

Valentin Snobe, Conny Lenz, Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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