04.10.2019 13:28 |

Nach WM-Sensation

Preiner: Medaillenfeier statt Einweihungsparty!

Eine Medaillenfeier fiel für die Sensations-Dritte Verena Preiner ins Wasser. Erst um halb vier Uhr nachts kam sie nach dem Gewinn ihrer WM-Bronzemedaille und der anschließenden Doping-Kontrolle ins Athleten-Hotel zurück. Da war längst Sperrstunde. Vor Aufregung aber konnte die Siebenkämpferin ohnehin kaum schlafen. Eine private Feier wird dann daheim in Leonding nachgeholt. In der neuen Wohnung. Statt einer Einweihungsparty gibt`s jetzt halt eine Medaillenfeier. Organisiert von Verenas Freund Thomas.

Zu feiern gibt`s genug. Und etwas Pause hat die 24-Jährige ohnehin. „Zumindest drei Wochen“, gab Trainer Wolfi Adler vor. Wegfahren will sie nicht, da ihr Freund allen Urlaub schon für den Sport aufgebraucht hat. Aber daheim fühlt sie sich ohnehin pudelwohl. Da macht sie mal Gartenarbeit, fährt ein wenig Rad, geht wandern, legt Puzzle. Wie gerade bei einer riesigen Weltkarte mit 2000 Teilen. Bei der schwierigen Puzzle-Arbeit ist sie noch weit von Japan, geschweige von Tokio entfernt.

Im sportlichen Bereich ist sie längst in der japanischen Hauptstadt angelangt. Schon vor der WM war sie für Olympia qualifiziert. Mit dem dritten WM-Platz rückt jetzt auch dort ein Spitzenplatz in die Nähe. Aber alles mal langsam. Verena ist keine Athletin der großen Worte. „Ich will mich natürlich weiter steigern, möglichst in jeder Disziplin.“ Wohin dann der steile Weg weiter nach oben führt, steht in den Sternen.

Der „beste Wettkampf des Lebens“ steht Verena, wie Wolfgang Adler betont, natürlich noch bevor. „Ob der schon in Tokio kommt, ist eher fraglich. Der könnte eher erst bei Olympia 2024 in Paris passieren.“ Schritt für Schritt nach oben. Seit dem Sommer ist Verena bei einem Rekord von 6591 Punkten angelangt. Beide machen kein Hehl daraus, dass das Traumziel 7000 Punkte sind. Eine Zahl, die beide im Hinterkopf haben.

Seit neun Jahren arbeiten die beiden zusammen. Adler, der Verena in allen sieben Disziplinen betreut, aber auch bei Spezialtrainern Rat holt, hat ein enges fünfköpfiges Team um sie aufgebaut. Erweitert kümmern sich bis zu zehn Betreuer um sie. Ein perfektes Umfeld. Zu dem auch ein Sportpsychologe und ein Ernährungsberater gehören. Der Psychologe habe ihr Selbstvertrauen und Ruhe eingeimpft - und der Ernährungsberater sei sehr nett: „Der erlaubt mir auch mal was Süßes.“ Schließlich ist Verena auch gerne eine Naschkatze. Aber die Kalorien verbrennt sie blitzschnell.

Olaf Brockmann

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