26.09.2019 15:00 |

In Sicherheit gebracht

Morddrohung gegen Minischweine im Gemeindebau

Dass Nachbarn so gehässig sein können, hätte sich Barbara H. nicht gedacht. Sie und ihre Tochter Joy (15) hatten zwei Minischweine gerettet und sie in ihrer Gartenwohnung in Wien-Hietzing gehalten. Nach Morddrohungen mussten sie nun weg.

„Man hat mir anonym gedroht, ,Lilly‘ und ,Charly‘ zu vergiften“, sagt die tierliebende Mutter. Auch auf Facebook hätten die Hassbotschaften gegen die kleinen Pigs in der Gemeindebausiedlung überhandgenommen. Die Familie zog die Notbremse. Die Schweinchen wurden in ein Tierasyl nach Wolfsgraben in Niederösterreich gebracht, wo sie in Sicherheit sind. Tochter Joy, eine angehende Tierpflegerin, fährt sie, so oft es geht, besuchen.

krone.at besuchte die Minischweinchen im August:

Wie berichtet, hatten nach anfänglichem Zögern die Hausverwaltung Wiener Wohnen und auch der Amtstierarzt (unter Auflagen) der Haltung zugestimmt. Einige Anrainer waren vom Borstenvieh offenbar alles andere als begeistert. „Wenn ich das Geld hätte, wäre ich weg aus Wien aufs Land gezogen“, sagt Barbara H.

Auch wegen ihrer drei Hunde, um deren Leben sie jetzt fürchtet. „Sie dürfen nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten. Vielleicht will jemand auch sie vergiften.“ Bleibt zu hoffen, dass das nie passiert.

Alex Schönherr und Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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