Phönix-Premiere:

Blues Brothers lassen die Sau raus

Bunt, schrill und ein bisserl verrückt startet das Linzer Theater Phönix in die neue Saison: Hausherr Harald Gebhartl hat seinen Protagonisten „Die Rückkehr der Blues Brothers“ auf den Leib geschrieben. Sie feiern eine Party mit vielen „alten Hadern“ aus der Gründungszeit des Theaters.

Die Talking Heads und Dirty Dancing in der selben Musikkomödie? Ja, das geht! Man muss nur verrückt genug sein. Und zum 30. Geburtstag des Linzer Theater Phönix wollte man offenbar einfach mal richtig die Sau rauslassen. Perfekt dafür geeignet war eine Neuauflage eines Phönix-Erfolgsstücks: „Die Rückkehr der Blues Brothers“ schrieb Phönix-Chef Harald Gebhartl „seinen“ Darstellern selbst auf den Leib und inszenierte das Stück auch, um die Musik kümmerte sich Gilbert Handler.

Alpenkönig herrscht
Dieses unerhörte Abenteuer (Bühne: Gerald Koppensteiner, Kostüme: Elke Gattinger) der Brüder Jake und Elwood Blues führt sie nach Österreich, wo sie gute Musik vermuten, aber nur das vom Alpenkönig verordnete volkstümliche „Volkstrara“ vorfinden. Mit der gegebenen Coolness machen sich David Fuchs als Elwood und Sven Sorring als Jake (den Muskelfaserriss ignorierte er gekonnt) auf die Suche nach gleichgesinnten Musikern, finden den durchgeknallten Professor (Gilbert Handler), den nicht weniger irren Heitzer (Markus Hamele), Brammer (Felix Rank) und die resche Wirtin (göttlich: Nadine Breitfuß).

Handlung Nebensache
Kaum steht die Band, ist die Handlung nur noch Nebensache, entwickelt sich das Stück zu einer bunten Jukebox-Party. 80er-Hits aus der Phönix-Gründungszeit erklingen im oben skizzierten wilden Mix - dass nicht alle Darsteller auch geborene Sänger sind, hört man, doch die Leidenschaft, mit der sie diese Show meistern, gleicht die falschen Töne aus. Das begeisterte Publikum ist so oder so kaum auf den Sitzen zu halten!

Feiner Humor
Zwischendrin sorgen die Szenen zwischen dem verklemmten, polternden Alpenkönig (Tom Pohl) und der völlig skurril aufgemascherlten Brennerin (Marion Reiser ist ein echter Glücksfall für das Phönix-Ensemble) für Humor à la „Wir sind Kaiser“.

Eine schrille und unterhaltsame Nummernrevue in bester Phönix-Manier, für die es nicht schadet, in den 80er-Jahren jung gewesen zu sein

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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