19.09.2019 17:13 |

Knallharte Action

„Rambo“: Stallone geht auf blutigen Nostalgietrip

Müde, aber gefährlich wie eh und je: 37 Jahre nach „Rambo: First Blood“ kehrt Sylvester Stallone in einer seiner legendärsten Rollen erneut auf die Kinoleinwand zurück! In „Rambo: Last Blood“ (Kinostart 20.9.), dem vorerst letzten Kapitel der vier Jahrzehnte umspannenden Actionreihe, zieht Stallone als Ein-Mann-Armee wieder in den Kampf. Im stolzen Alter von 73 Jahren verrichtet Stallone als Rambo sein blutiges Handwerk wie in jungen Jahren - und beweist damit in einem insgesamt etwas müden aber für Fans kurzweiligen Nostalgietrip einmal mehr, warum er zu den ganz knallharten Burschen im Filmgeschäft zählt.

John Rambo (Sylvester Stallone) hat viele große Schlachten in seinem Leben geschlagen - die alle Teil seiner brutalen Realität geworden sind und ihn auch im Alter nicht zur Ruhe kommen lassen. Der einstige Elitesoldat hat sich nicht, wie er selbst betont, verändert, aber gelernt, die inneren Dämonen möglichst unter Kontrolle zu halten.

Einstiger Elitekämpfer muss wieder auf Mission
Elf Jahre nach seiner letzten Mission in Burma in „John Rambo“ lebt der Kriegsveteran mittlerweile zurückgezogen auf einer abgelegenen Farm in Arizona. Doch wie es sich für eine Rambo-Geschichte gehört, kann der einstige Elitekämpfer seinem Schicksal einfach nicht entkommen. Als die Tochter seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza) verschleppt wird, begibt sich Rambo auf eine Rettungsmission jenseits der amerikanischen Grenze nach Mexiko - und legt sich ohne langes Zögern mit einem mächtigen Kartell an, das neben Drogen auch mit Frauenhandel das große Geld verdienen.

Die Bösewichte, angeführt von zwei sadistischen Brüdern, glauben, es mit einem alten verwirrten Mann zu tun zu haben, als sich Rambo ihnen in den Weg stellt. Doch sie werden schnell eines Besseren belehrt: Die vielen Jahre im Kampf mögen Rambo gezeichnet haben, aber sie haben ihn nicht weniger gefährlich gemacht.

Unterirdisches Showdown
Sein Rückzugsort - ein selbst ausgehobenes Tunnelsystem inklusive Waffendepot am Grundstück seiner Farm - wird zum Ort des finalen Showdowns mit dem Gangsterboss. Allerdings nicht, bevor die Schergen des Kartells auf brachiale und spektakuläre Art und Weise von Rambo ins Jenseits befördert werden. Was in „Rambo: Last Blood“ neben dem erwartungsgemäß hohen Anteil an Blut, abgetrennten Körperteilen und Pfeil und Bogen auch nicht fehlen darf: Die aus den Vorgängern allseits bekannte Montage, in der Rambo gut sichtbar sein Waffenarsenal ausbreiten darf.

So lassen sich im fünften Einsatz der Action-Ikone viele Punkte auf der Rambo-Checkliste abhaken. All jene kleinen und großen Details, die in den vergangenen vier Jahrzehnten des gebeutelten Vietnam-Kriegsveteranen, zum Teil seiner Geschichte wurden. Zahlreiche Szenen und Sprüche des Originals aus dem Jahr 1982 und seinen Fortsetzungen blieben den Zuschauern bis heute im Gedächtnis. Das wissen auch Stallone und Regisseur Adrian Grunberg, die das Leben bzw. die vergangenen Missionen von John Rambo am Ende von „Last Blood“ noch einmal Revue passieren lassen.

Wirklich die letzte Rambo-Mission?
Ob es für Stallone tatsächlich die letzte Mission als John Rambo ist, bleibt indessen offen. Der 73-Jährige hat einen Teil 6 bis zuletzt nicht explizit ausgeschlossen. Mit „Last Blood“ hat der Hollywood-Veteran jedenfalls erneut bewiesen, warum er zu den Action-Ikonen des Filmgeschäfts zählt. Auch wenn der Film selbst trotz seinen kurzen 98 Minuten streckenweise müde und leider auch einfallslos wirkt. Als Nostalgietrip für alle Rambo-Fans, bei denen die vier Vorgänger immer wieder gern gesehene TV-Gäste sind, eignet sich „Rambo: Last Blood“ aber allemal.

Kinostart von „Rambo: Last Blood“: 20. September

Harald Dragan
Harald Dragan
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