Gleichauf mit Prohaska

Marko: „Wir müssen einfach weiter daran glauben“

ÖFB-Star Marko Arnautovic ist nach dem 0:0 in Polen überzeugt, dass er mit dem Team zur EURO 2020 fährt. „Wir dürfen aber nicht nachlassen oder überheblich werden“, sagt er. Denn der Shanghai-Legionär hat gleich zwei „Stockerlplätze“ in seinem Visier. Im Video oben sehen Sie „Arnies“ Treffer zum 1:0 gegen Lettland.

„Die anderen fliegen eine Stunde, ich sitz jetzt noch zehn Stunden im Flieger“ Marko Arnautovic am Dienstag Vormittag nach der Ankunft in Wien, ehe es für ihn wenig später weiter nach Shanghai ging. Im Oktober kommt er wieder - und will mit Österreich die Quali schaffen: „Wir müssen einfach weiter daran glauben.“

Drei Chancen hatte Arnautovic in Warschau, bei einem Kopfball ans Lattenkreuz hatte er Pech, zweimal scheiterte er an Keeper Fabianski, seinem ehemaligen Kollegen bei West Ham (der von den polnischen Medien als „Vater des 0:0“ gefeiert wurde): „Wahrscheinlich hat der Lukasz am Tag vor dem Spiel im Bett noch viel gebetet, und das hat ihm dann sehr geholfen“, hatte Arnautovic seinen Humor bald nach Schlusspfiff wiedergefunden.

Nachdem er sich zuvor doch ein wenig geärgert hatte: „Wir hatten genug Chancen, mich eingeschlossen, mit ein wenig Glück machen wir ein Tor, dann hätte die Sache viel rosiger ausgesehen. Aber ich bin zufrieden. Vieles war positiv, jeder kann weiterhin stolz auf sich sein, wir können mit dem Punkt zufrieden sein.“

Und mit der Leistung ebenfalls: „Wir waren überrascht, dass Polen daheim so defensiv agierte, wussten aber zugleich, dass sie vorne einen Robert Lewandowski haben. Der hatte auch eine Chance, dazu gab’s für den Gegner eine Möglichkeit nach einem Corner, viel mehr hat unsere Abwehr nicht zugelassen. Das war schon gut von uns.“

„Nur auf uns schauen“
Wenig interessierten Arnautovic die anderen Ergebnisse: „Unsere letzten vier Spiele waren sehr positiv, wir schauen nur auf uns, werden alles dafür tun, um die Spiele gegen Israel und in Slowenien für uns zu entscheiden. Dann sieht es sehr positiv für uns aus, wir dürfen jetzt nur nicht nachlassen oder irgendwie überheblich agieren. Wir müssen einfach weiter daran glauben und alles daran setzen. Dann denke ich, dass wir uns qualifizieren können.“

Gleichauf mit Prohaska
Für Arnautovic war es in Polen übrigens das 83. Länderspiel gewesen, damit zog er in der Liste der heimischen Rekord-Internationalen mit Herbert Prohaska gleich, beim nächsten Einsatz holt er Bruno Pezzey und Friedl Koncilia ein. Auf das Stockerl, auf dem Andreas Herzog (103), Toni Polster (95) und Gerhard Hanappi (93) stehen, fehlt nicht mehr viel, bei der EURO 2020 könnte es so weit sein. Und dorthin will Marko, dem auch nur noch drei Tore auf das „Torjäger-Stockerl“ fehlen, unbedingt: „Solange ich gesund bin, spiele ich für Österreich!“

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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