10.09.2019 19:09 |

Reise nach Ungarn

Wahlkampf-Finale: Hofer besuchte „Freund“ Orban

Alte Freundschaft rostet nicht: Eigentlich wollte FPÖ-Chef Norbert Hofer schon im Mai - damals noch als Verkehrsminister - nach Ungarn reisen und dort Premier Viktor Orban treffen. Doch das Ibiza-Video und der Koalitionscrash kamen dazwischen. Am Dienstag holten die beiden ihr Treffen nach - und betonten Gemeinsamkeiten.

Eine Medienlandschaft wie in Ungarn - auch davon träumte Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Ibiza-Video. Unter der Regierung des rechtsnationalen Premiers Viktor Orban wurde die Pressefreiheit durch ein neues Mediengesetz bekanntlich empfindlich eingeschränkt. Straches Rücktritt hat den guten Beziehungen der FPÖ zu Orban und dessen Partei Fidesz keinen Abbruch getan - ganz im Gegenteil.

Treffen mit Orban im Intensivwahlkampf
Mitten im Intensivwahlkampf nahm sich Straches Nachfolger Norbert Hofer Zeit für ein Treffen mit Orban, mit dem ihn eine „langjährige Freundschaft“ verbinde. Bei einer Pressekonferenz im Anschluss streuten die beiden einander Rosen. Das Treffen solle zeigen, „dass wir in wichtigen Fragen nach wie vor ähnlich ticken“, bekräftigte Orban. Und nannte Beispiele: Migrations- und Sicherheitspolitik sowie den Kampf gegen Terrorismus und den politischen Islam. „Autonomes Fahren, Infrastruktur, 5G-Ausbau - wir sehen, dass sich Ungarn sehr positiv entwickelt“, beeilte sich Hofer gleich eingangs zu erwähnen. Österreich könne sich in manchen Bereichen eine Scheibe abschneiden.

Ob der FPÖ-Chef sich auch Ungarns Medienlandschaft zum Vorbild nimmt? „Über die Medienlandschaft haben wir nicht gesprochen“, sagt er zur „Krone“. Jene in Ungarn sei für ihn „kein Vorbild“, auch das Ibiza-Videos sei „kein Thema“ gewesen.

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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