11.09.2019 06:00 |

Parksheriffs helfen

Linke Wienzeile: Polizisten vom Radweg abgezogen

Stellen Sie sich vor, 35 Polizisten müssen einen Radweg bewachen. Absurd? In Wien natürlich nicht. Wie berichtet, wurden die Beamten zur Kontrolle der Kreuzungen im gesamten Grätzel rund um die Linke Wienzeile abgestellt - sie verhindern das große Chaos. Immerhin: Acht von ihnen wurden nun wieder abgezogen.

Die Baustelle wird noch bis Mitte Dezember dafür sorgen, dass sich die Wiener bei der Linken Wienzeile so richtig ärgern dürfen. Ein Radweg wird dort gebaut, das Nadelöhr kostet die Autofahrer den letzten Nerv.

Polizisten verhindern Chaos
Nur ihnen ist es zu verdanken, dass dort nicht das große Chaos ausbricht: Die Wiener Polizisten kontrollieren Tag für Tag die stark befahrenen Kreuzungen im Grätzel. Statt Verbrecher zu jagen. Und genau das dürfte jetzt auch der Exekutive zu bunt geworden sein. Acht Polizisten werden deswegen von Parksheriffs ersetzt - allerdings nur bei Kreuzungen, die kein großes Risiko darstellen.

Freilich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn die restlichen 27 Polizisten bleiben weiterhin im Einsatz. Sogar aus der Luft muss der Radweg überwacht werden - per Drohne.

Situation könnte sich vor Weihnachten verschärfen
Schon im Vorfeld gab es viel Kritik zur Radweg-Baustelle. Verkehrsexperten glauben auch nicht, dass die Ruhe auf der Strecke bis zum Ende der Arbeiten anhält. Vor allem in der vorweihnachtlichen Zeit, wenn die Adventmärkte öffnen und der Einkaufstrubel losgeht, wird sich die Situation verschärfen.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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