Kritik von VP und FP

Nun tobt Streit um 100 Prozent „bio“

Eine Umstellung auf 100 Prozent Biolandwirtschaft für alle Betriebe schlägt SP-Nationalrat Robert Laimer vor. Er setzt, wie berichtet, auf eine parteiübergreifende Zusammenarbeit „aller, die nicht am Gängelband der Agrarriesen hängen“. Doch in Niederösterreich formiert sich Widerstand gegen diese Pläne.

„Die Flächenförderungen der Agrarindustrie schaffen keine Klimawende, obwohl bis zu einem Viertel der Emissionen hier freigesetzt werden. Man muss rasch umdenken“, erklärt der SP-Politiker aus St. Pölten. Bis 2040 sollen alle landwirtschaftlichen Betriebe „bio“ sein. Laimer: „Abgeordneten anderer Parteien, die nicht am Gängelband von Agrarriesen hängen, sehen das Thema hoffentlich so wie ich.“ Doch die Zusammenarbeit über Parteigrenzen in diesem Bereich könnte schwierig werden. Bauerbund-Direktorin Klaudia Tanner: „Es geht darum, was die Leute und der Markt wollen. Wir sollten keine Bio-Schmähs erzählen. Es gibt in ganz Europa und weltweit keine so naturnahe Landwirtschaft wie in Niederösterreich.“ FP-Landesrat und Landwirt Gottfried Waldhäusl: „Diese Forderung ist in keiner Weise umsetzbar. Es würde sich um einen massiven Eingriff in die bäuerliche Unternehmensstruktur handeln.“

Waldhäusl setzt auf beides, Bio- und konventionelle Landwirtschaft. „Denn auch in Krisenzeiten muss die Ernährungssicherheit gewährleistet sein. Zum Heimatschutz gehört die Ernährungssicherheit.“ Grünen-Sprecherin Helga Krismer: „Ziele werden in Wahlkampfzeiten schnell formuliert. Für uns sind die Einleitung von klimaaktiven Maßnahmen und ein neues Förderungsprogramm wichtig. Naturraum soll erhalten blieben, die Produktion von Bioprodukten erhöht werden.“

Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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