Rapid - Sturm Graz 4:1
Wenn Salzburg nun am Donnerstag verliert und die Austria nicht gewinnt, ist Rapid Meister. Hofmann war gegen Sturm der Mann des Tages. In der 57. Minute traf er nach einem sehenswerten Doppelpass mit Branko Boskovic aus 20 Metern zum 2:0. Zehn Minuten später erzielte er aus ähnlicher Position seinen zweiten Treffer. Ein Corner des deutschen Rapid-Spielmachers segelte dann in der 76. Minute scheinbar von Rapid-Spielern unberührt ins Tor, der Treffer wurde aber nachträglich Nikica Jelavic zugesprochen, der den Ball noch leicht abgelenkt hatte.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Rapid-Stürmer Hamdi Salihi für das erste Rapid-Tor gesorgt. Nach einem kraftvollen Volleyschuss von Jelavic, der von der Latte zurücksprang, war der Albaner zur Stelle und versenkte den Ball. Davor hatte Sturm in dem flotten Match eigentlich die besseren Chancen gehabt. Einen Schuss von Klaus Salmutter (25.) aus 40 Metern nach einem Ausflug von Rapid-Goalie Raimund Hedl klärte Stefan Kulovits auf der Linie, Roman Kienast vergab in der 37. Minute alleine vor Hedl etwas leichtfertig.
Nur vier Minuten nach Hofmanns erstem Treffer brachte ein Elfmeter Sturm wieder für ein paar Minuten zurück in die Partie. Rapids Andreas Dober hatte Mario Kienzl im Strafraum unsanft gestoppt. Ex-Rapidler Kienast (61.) trat an und traf zum Anschlusstreffer. Hofmann mit seinem zweiten Treffer und Jelavic sorgten letztendlich aber für den 4:1-Sieg.
LASK - Mattersburg 2:0
Pablo Chinchilla-Vega (19.) und Gardar Gunnlaugsson (25.) schossen den LASK zum fünften Erfolg im Frühjahr. Die Elf von Helmut Kraft hatte von Beginn an das Heft in der Hand. Aus dem Spiel heraus kamen die Gastgeber zwar nur zu wenigen Möglichkeiten, setzten die in der Defensive anfälligen Burgenländer dafür mit Standards schachmatt: In der 19. Minute war Chinchilla-Vega per Kopf zur Stelle, sechs Minuten später dann auf kuriose Art und Weise Gunnlaugsson: Bliem wehrte erst kurz ab, Mörz versuchte zu klären, der Pressball senkte sich vom Isländer in hohem Bogen ins Tor.
Die Linzer behielten auch nach dem Seitenwechsel die Oberhand. Panis traf erst die Latte (52.), Aufhauser aus guter Position nur Bliem (54.). Mattersburg hatte dem temporeichen Spiel der Hausherren wenig entgegenzusetzen. In der Schlussphase kamen bei den Linzern auch Thomas Prager und Markus Weissenberger zum Einsatz, Ersterer konnte eine Coproduktion der beiden in der 83. Minute aus aussichtsreicher Position aber nicht verwerten. Kurz vor dem Ende machte LASK-Goalie Jürgen Macho noch zwei Möglichkeiten von Sedloski und Salamon zunichte.
Wiener Neustadt - Kapfenberg 3:1
Magna hat mit dem 3:1-Heimsieg das Saisonziel von Platz fünf geschafft und sich für das Cupfinale gegen Sturm Graz warmgespielt. Der verdiente Sieg gegen die Obersteirer hatte einen Helden: Diego Viana erzielte nicht nur gleich mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung in der 77. Minute das 2:1, sondern zehn Minuten später auch das Tor zum 3:1-Endstand.
Die Hausherren gingen sehr engagiert ans Werk und schon in der 17. Minute fiel das 1:0 durch Simkovic per Kopf, ehe ein fragwürdiger Elfmeter zum überraschenden Pausenstand von 1:1 führte. Ramsebner soll sich auf Pavlov aufgestützt haben, der höchstpersönlich den Elfmeter zum Ausgleich verwertete. Auch nach der Pause war die Schöttel-Truppe die dominierende Mannschaft, die Tore fielen aber erst nach der Einwechslung von Viana. Das erste (77.) nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung, das zweite in der 87. Minute.
SV Ried - Austria Kärnten 3:1
Die SV Ried hat ihren langjährigen Regisseur Herwig Drechsel bei dessen Abschied mit einem 3:1-Erfolg gegen Austria Kärnten beschenkt. Das Schlusslicht ging im Innviertel zwar durch einen Foulelfmeter von Matthias Dollinger (40.) in Führung, die Oberösterreicher konterten kurz nach der Pause aber durch einen Doppelschlag von Martin Stocklasa (48.) und Florian Sturm (49.). Sturm (73.) besorgte auch den Endstand.
Drechsel war trotz des Erfolgs der tragische Held. Der 36-jährige Kapitän musste bei seinem letzten Heimauftritt bereits in der 10. Minute mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Bereits vor Anpfiff stand Drechsel vor 4.300 Zuschauern in der Rieder Keine Sorgen Arena im Mittelpunkt des Interesses. Vom Vorstand zum Ehrenkapitän auf Lebenszeit ernannt, trat der mit Trainer Paul Gludovatz ein wenig auf Kriegsfuß stehende Mittelfeldmann auch den ersten gefährlichen Freistoß (6.) - und verletzte sich bei dieser Aktion.
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