31.08.2019 21:00 |

Ironman

Triathlet Giglmayr taucht endgültig ab

Am Sonntag richtet sich der Fokus der Triathlon-Welt bereits zum achten Mal auf Zell am See. Beim Ironman 70.3 warten zuerst 1,9 Schwimm-Kilometer im Zeller See, ehe es auf den 90 Rad-Kilometer unter anderem über den 1280 Meter hohen Filzensattel geht. Der Abschluss: die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke entlag des Seeufers. Der sentimentale Favort: Andreas Giglmayr, der seinen allerletzten Wettkampf bestreitet.

Recht überraschend hatte Andreas Giglmayr am 22. Juli angekündigt, nach dem Ironman 70.3 in Zell am See seine Karriere zu beenden. „Ich bin mit meiner Entscheidung glücklich“, gesteht der 35-Jährige mit etwas Abstand. „Irgendwie war der Drang, egoistisch zu sein, nicht mehr so groß. Als Leistungssportler musst du aber Egoist sein.“

Am Sonntag wird der Neumarkter aber noch einmal zum Egoisten, wenn er in Zell seinen allerletzten Triathlon in Angriff nimmt. „Auch, wenn ich dort zwei zweite Plätze erreicht habe, kann ich nicht sagen, dass der Sieg heuer das Ziel ist“, bleibt der Olympiastarter von 2012 in London realistisch. „Aber mit einem Platz in den Top 5 wäre ich auf jeden Fall zufrieden.“

Es sei denn, Giglmayr erlebt im Pinzgau wieder eine Sternstunde. „Bei den bisherigen zwei Starts in Zell hatte ich auf der Laufstrecke immer einen dieser ,Magic Days’ bei dem mir gewaltige Läufe aufgingen“, erinnert sich der ausgebildete Physiotherapeut. „Ich werde auf jeden Fall alles geben und nichts in den Akkus lassen.“

Die Zukunft des Salzburger Triathlon-Sports sieht der Routinier mit gemischten Gefühlen: „Ich hoffe für Lukas Hollaus, dass er die Quali für Tokio rasch fixieren kann. Es wäre ihm zu vergönnen, da es wahrscheinlich seine letzte Olympia-Chance sein wird.“ Den Gasteiner Lukas Pertl sieht er als Kandidat für Paris 2024. Und danach? „Da werden sehr viele Leute noch richtig hart arbeiten müssen“, sagt Giglmayr nachdenklich.

Peter Weihs
Peter Weihs
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