Unglaubliche Karriere

Marcel Hirscher besiegte sogar die Perfektion

Wintersport
30.08.2019 18:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Blickt man auf die unglaublichen Erfolge des Superstars, dann wirkt der Abschied des erst 30-Jährigen vom Ski-Zirkus fast „logisch“ - denn der Salzburger hat in seiner Karriere alles gewonnen, was es für ihn zu holen gab!

Irgendwie schwer vorstellbar, dass dieses von Hirscher in den Schnee gezauberte Karriere-Gesamtpaket jemals überboten wird.

  • Im Weltcup holte Hirscher den Fabel-Weltrekord von acht Gesamtweltcup-Siegen in Serie. Dazu zwölf kleine Kristallkugeln (je sechs in Slalom und RTL). Marcel fuhr 67 Siege in 245 Rennen (Siegquote 27 Prozent!) ein, weitere 71 Mal aufs Podest. Sammelte alles in allem 13.967 Weltcup-Punkte und Preisgelder von 3,79 Millionen Euro.
  • Bei Großereignissen räumte Hirscher 14 Medaillen ab, neun davon in Gold. Bei Weltmeisterschaften ist er mit sieben Triumphen Rekordmann, sein Doppel-Gold bei Olympia 2018 in Südkorea krönte Marcels Laufbahn dann endgültig.

Eine Laufbahn, in der sich Marcel akribisch der Perfektion näherte. Immer nach ihr strebte. Und sie oft auch erreichte. Sogar sie musste sich dem Phänomen Marcel geschlagen geben.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie den allerletzten Gold-Lauf von Marcel Hirscher, bei der Ski-WM 2019 in Aare!

Triumphe und Dramen
Papa Ferdinand ist seit frühester Kindheit auch sportlich sein wichtigster Kritiker und Ansprechpartner gewesen. Im Laufe der Jahre - konkret ab 2011 - baute sich Marcel aber rund um sich und seinen Papa ein echtes „Team Hirscher“ auf. Mit Trainer Mike Pircher, Atomic-Rennchef Christian Höflehner, PR-Manager Stefan Illek und vielen weiteren Erfolgs-„Rädchen“.

Bei all den Sternstunden gab’s aber auch weniger schöne Momente. Wie etwa die sogenannte „Einfädler-Affäre“ 2012, seinen Autounfall (ebenfalls 2012) oder den unglaublichen Drohnen-Absturz während seiner Slalomfahrt in Madonna 2015. Oder die einzigen beiden „schwereren“ Verletzungen der Karriere. 2011 ein Kahnbeinbruch und 2017 ein Knöchelbruch. Typisch Hirscher: Ausgerechnet nach Letzterem fuhr er die beste Saison seines Lebens. Eine weitere Heldengeschichte. Eine von vielen. Leider wird Marcel keine neuen mehr schreiben.

Alex Hofstetter/Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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