Laut Obmann 20.000 €

Asfinag-Aufsichtsrat spendete an FPÖ-nahen Verein

Österreich
23.08.2019 20:03

Der Immobilienunternehmer Siegfried Stieglitz hat 2017/18 an den FPÖ-nahen Verein „Austria in Motion“ gespendet. Obmann Markus Braun habe eine Spende von 20.000 Euro bestätigt. Stieglitz wurde vom Ex-FPÖ-Minister Norbert Hofer im März 2018 in den Asfinag-Aufsichtsrat entsendet.

Stieglitz habe zwar eingeräumt, dass er Geld gab, aber die Höhe bestritten, berichtete „profil“ in einer Aussendung am Freitag. Die Zahlen des oberösterreichischen Immobilienunternehmers erfolgten laut dem Nachrichtenmagazin teils vor, teils nach seinem Einzug in den Aufsichtsrat der staatlichen Asfinag. In dessen Aufsichtsrat kam Stieglitz im Zuge des Gesamt-Umbaus am 2. März 2018.

(Bild: krone.at-Grafik)

„Im Vergleich zu Haselsteiner oder Horten Mickey-Maus-Spende“
„Austria in Motion“ bekam laut Braun von Stieglitz 10.000 Euro im Oktober 2017 - und nach dem Einzug in den Aufsichtsrat weitere 10.000 Euro. Stieglitz wollte diese Summen nicht bestätigen, er merkte nur an: „Im Vergleich zu Herrn Haselsteiner oder Frau Horten war das eine Mickey-Maus-Spende.“ Er habe, sagte er, „vermutet, dass sich der Verein im FPÖ-Umfeld bewegt, aber das war für mich irrelevant. Direkt an die Partei habe und hätte ich nicht gespendet.“

Verein rückte durch Ibiza-Video ins mediale Interesse
Der Verein „Austria in Motion“ war - wie etwa auch „Wirtschaft für Österreich“ - durch das Ibiza-Video ins mediale Interesse gerückt. Denn der zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte darauf erzählt, dass Immobilieninvestor Rene Benko, Heidi Goëss-Horten, Gaston Glock und der Glücksspielkonzern Novomatic über einen gemeinnützigen Verein Geld verdeckt an die FPÖ spendeten.

Ein Ausschnitt aus dem berühmten Ibiza-Video mit Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus (Bild: Screenshot spiegel.de, SZ)
Ein Ausschnitt aus dem berühmten Ibiza-Video mit Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus

Die FPÖ ließ die Vereine umgehend prüfen - und Wirtschaftsprüfer stellten fest, dass dies nicht der Fall war. Wer dem Verein gespendet hat, ging aus dem veröffentlichten Bericht aber nicht hervor.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele