11.08.2019 16:41 |

„Mutige, coole Jungs“

Putin fährt mit Nachtwölfen auf der Krim Motorrad

Während in Moskau Zehntausende auf die Straßen gingen, um für freie Wahlen zu demonstrieren, hat der russische Präsident Wladimir Putin auf der Krim mit Mitgliedern des nationalistischen Motorradclubs „Die Nachtwölfe“ für Fotos posiert und ihnen für ihren Einsatz gedankt. Putin besuchte anlässlich der „Babylon‘s Shadow Motorradshow“ am Samstag die Hafenstadt Sewastopol, hielt vor den versammelten Nachtwölfen eine kurze Ansprache und rollte dann an der Spitze einer Parade von Motorrädern am Steuer eines Zweisitzers über die Straßen.

„Ihr habt da eine faszinierende Tradition, die die besten Dinge erhält, die im Herzen jedes russischen Mannes angesichts unserer fantastischen Geschichte existieren können“, sagte Putin bei seiner Ansprache. „Ich bin sehr zufrieden, dass solche mutigen und coolen Jungs ein Vorbild für die jungen Männer in unserem Land sind, um ihnen zu zeigen, wie Russland behandelt werden sollte“, bedankte er sich bei den Rockern der Nachtwölfe, bevor sie sich auf die Motorräder schwangen.

Die Nachtwölfe, die als Putin-Anhänger bekannt sind, wurden 1989 kurz vor dem Zerfall der Sowjetunion gegründet. Wiederholt brachen Nachtwölfe-Abordnungen von Moskau nach Berlin auf, um den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland zu feiern. Das Club-Motto lautet: „Wo wir sind, ist Russland.“

Immer wieder auf scheinbar wagemutigen Missionen
Von Putin sind diverse kuriose Fotos und Videos in Umlauf. Erste Ende Juli hatte er sich - ebenfalls während mehr als 1000 Menschen in Moskau bei Protesten der Opposition verhaftet wurden - kameratauglich in Szene gesetzt und war in einem Tauchboot am Grund der Ostsee am Finnischen Meerbusen unterwegs gewesen.

Im Juli 2013 präsentierte er sich mit einem angeblich 21 Kilogramm schweren Hecht, den er nach Angaben des Kreml in Sibirien gefangen hatte. Im August 2009 ließ er sich im Sommerurlaub beim Schwimmen im Butterfly-Stil ablichten und ritt mit Sonnenbrille und nacktem Oberkörper durch die Taiga.

Der ehemalige KGB-Agent und Träger eines schwarzen Judo-Gürtels flog aber auch schon einmal mit einem Kampfflugzeug nach Tschetschenien und betäubte in Sibirien mit einem Pfeilschuss einen Tiger. 

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