13.08.2019 15:00 |

„Alles Gute!“

Oli P. mit neuem Album: Alte Hits neu verpackt

Seifenoper, Theater, Musik - Oli P. hat in seinem mittlerweile mehr als 40-jährigen Leben schon so manches ausprobiert. Nun kehrt mit neuer Musik zurück und versucht, sich damit wieder in die Gedächtnisse seiner Fans zurückzubringen. Ob sich damit ein Erfolg ausgeht, bleibt zu bezweifeln.

Oliver Petszokat hat ein Faible für das Alte. Im Frühjahr gab er in der ARD mit Hilfe von Restauratoren und Handwerkern ausrangierten Lampen, Autos oder Broschen einen neuen Anstrich. Was er als Moderator von „Hallo Schatz“ im Fernsehen tat, kann man als Metapher seine Musik sehen. Denn Petszokat alias Oli P. hat ein neues Album aufgenommen. Doch „neu“ ist in diesem Kontext relativ: Auf „Alles Gute!“ interpretiert Oli.P hauptsächlich Hits aus vergangener Zeit - von Klassikern der Neuen Deutschen Welle bis hin zu Hits aus den frühen 2000ern hat er kaum eine Phase der jüngeren deutschen (Pop-)Musikgeschichte ausgelassen.

Den alten Tagen verpflichtet
„Ich bin mit Musikacts der 80er und 90er emotional viel mehr verbunden als mit aktuellen Produktionen, wo man bei YouTube mal schnell reinhört und nach 20 Sekunden den nächsten Song streamt“, sagte der 40-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Schließlich sei er mit den alten Hits aufgewachsen, die man sich noch in Musiksendungen oder auf Kassetten und Schallplatten anhörte. Und so scheint es nur konsequent, dass er sich dieser Musik widmet. Man kennt das ja schon von ihm: Seinen ersten musikalischen Erfolg hatte Petszokat, der seine Karriere als Mädchenschwarm in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ begann, 1998 mit einem gerappten Cover des Grönemeyer-Hits „Flugzeuge im Bauch“. Eine Neuinterpretation der Neuinterpretation findet sich auch auf dem neuen Album.

Zudem singt er beispielsweise Heinz Rudolf Kunzes „Dein ist mein ganzes Herz“, „Ich liebe dich“ von Clowns & Helden und „Lass die Sonne in dein Herz“, mit dem Wind 1987 beim Grand Prix Eurovision antraten. Gerappt wird dabei eher selten, dafür hat Petszokat die Songs in ein samtweiches Schlager-Gewand gewickelt.Dami t liegt er voll im Trend, schließlich erlebt der deutsche Schlager nicht nur dank Helene Fischer eine Renaissance. Ein wenig übertreibt es Petszokat mit den Neuinterpretationen dann aber doch. So schafft er es, Yvonne Catterfelds „Für dich“ noch viel schnulziger klingen zu lassen als das Original.

Schlager- und Technogötter
Mit seinem Cover des Karat-Hits „Über sieben Brücken musst du gehn“ reiht er sich ein die prominente Liste von Künstlern, die den Song von 1978 ebenfalls interpretierten - von Peter Maffay über Xavier Naidoo, Scooter (ja, wirklich) bis Roland Kaiser. Letzterer sei es auch gewesen, der ihn in der Idee mit den Schlager-Versionen bestärkte, sagt Petszokat. Vor einigen Monaten sang er in einer Fernsehshow zu Ehren Kaisers dessen Hit „Lieb mich ein letztes Mal“. Kaiser habe ihm „außerordentlich positives Feedback“ für die Interpretation gegeben - und so habe er sich entschieden, das zum „roten Faden“ des Albums zu machen, sagt Petszokat.

Nun sei er gespannt, wie das bei seinen Fans ankommt. Genug Stoff für weitere Alben hätte Petszokat bereits: Es seien bei der Arbeit an der aktuellen Platte viele Songs entstanden, die am Ende gar nicht mehr darauf gepasst hätten, sagt er. „Ob sie auf dem nächsten oder übernächsten Album sind, wird sich dann einfach zeigen“, sagt Petszokat.

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