Chaos bei Olympique Marseille! Beim 2:2 gegen Racing Straßburg eskalierte die Stimmung im Stade Vélodrome. Fans protestierten mit Bannern, Pfiffen und versuchten am Ende sogar, in die Innenräume zu stürmen.
Schon vor Anpfiff war klar: Die Lage beim französischen Traditionsklub ist angespannt. Ultras montierten mehrere Protestbanner, ließen aus Wut über die Klubführung eine komplette Kurve leer. Auf einem der Transparente stand: „Tribüne leer aus Protest. Für einen Klub in Selbstzerstörung. All eure Projekte gehen in Flammen auf während dieser verschwendeten Jahre.“
Auch andere Anhänger machten ihrem Ärger Luft und pfiffen das Team bereits beim Aufwärmen gnadenlos aus. Die Ultras nahmen ihre Plätze erst 15 Minuten nach Spielbeginn ein.
Kritik an Klub-Boss McCourt
Während der Partie ging es mit den Protesten weiter. Ein weiteres Banner richtete sich direkt gegen Vereinsbesitzer Frank McCourt: „Kapitän eines Geisterschiffes, das nie den Ozean überquert hat.“ Zudem wurde Pyrotechnik gezündet, die Stimmung blieb aufgeheizt.
Trainer weg, Chaos bleibt
Hintergrund: Sportlich läuft es derzeit nicht rund. Nach der 0:5-Pleite gegen Paris Saint-Germain trennte sich OM von Trainer Roberto De Zerbi. Interimsmäßig übernahm Jacques Abardonado das Team. Doch auch gegen Racing Straßburg gab es keinen Befreiungsschlag. Marseille verspielte in der Schlussphase eine 2:0-Führung und kassierte in der siebten Minute der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich.
Polizei verhindert Stadion-Sturm
Nach dem späten Gegentor brachen alle Dämme. Wütende Fans versuchten, in die Innenräume des Stade Vélodrome zu gelangen, um die Klubbosse zur Rede zu stellen. Die Polizei konnte das Eindringen verhindern und beruhigte die Lage.
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