Warten auf Ampeln

Sicherheit bleibt weiter auf dem Abstellgleis

Niederösterreich
15.02.2026 12:00

Zwei Bahnübergänge in Waldegg/Oed im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich warten schon seit Jahren auf Ampel und Schranken. Einsprüche der ÖBB verzögern dies jedoch. Nach Alternativlösungen wird gesucht. 

„Jetzt ist schon wieder was passiert.“ Mit diesen Worten erreichte die „Krone“-Redaktion im Jänner ein aufgeregter Anruf aus Waldegg/Oed, Bezirk Wiener Neustadt. Und tatsächlich – nicht zum ersten Mal kollidierte auf dem unbeschrankten Bahnübergang, der zur Firma ASTA führt, ein Lieferwagen mit einem Lastenzug auf der Gutensteiner Bahn.

Diesmal ging der Unfall glimpflich aus, der Fahrer erlitt nur leichte Blessuren. Nicht so im Jahr 2022: Ein Lkw landete nach einem Zusammenstoß mit einem Zug in der Piesting, der Fahrer wurde dabei aus dem Führerhaus geschleudert und schwer verletzt.

Pläne für Absicherung gibt es schon seit Jahren
Waldeggs Bürgermeisterin Katharina Trettler-Schiefer bestätigt, dass zwei von neun Bahnübergängen unzureichend gesichert sind. „Noch“, betont sie, denn die Verhandlungen über eine Beschrankung laufen schon seit Jahren. Nach neuer Verordnung müssen die beiden Kreuzungen, die derzeit nur mit einem Schild gekennzeichnet sind, mit Ampeln und Schranken abgesichert werden. Pläne dafür gäbe es, doch Einsprüche verzögern die Umsetzung. Grund dafür seien die Platzverhältnisse bei der Firma ASTA.

Vonseiten des Landes heißt es dazu: „Beide Eisenbahnkreuzungen sind mit Lichtzeichen und Schranken zu sichern. Dies wurde der ÖBB bereits vor Jahren vom Land NÖ vorgeschrieben.“

Nicht realisierbar wegen örtlicher Gegebenheiten
Doch die ÖBB haben Einspruch dagegen erhoben. Warum? „Aus Sicht der ÖBB ist eine Umsetzung aufgrund der örtlichen Situation und Gegebenheiten bautechnisch nicht realisierbar“, heißt es dazu aus der ÖBB-Pressestelle.

„Bitte warten“ und weiterhin mit Andreaskreuz und „Hupen“ sichern
„Wie lange es jetzt noch dauern wird, liegt beim Verwaltungsgerichtshof bzw. an der weiteren Entwicklung“, heißt es. Außerdem lote man auch noch andere mögliche Alternativlösungen aus. „Bis dies so weit sei, müssen die beide Eisenbahnkreuzungen weiterin mit Andreaskreuzen und akustischen Signalen der Schienenfahruzeuge gesichtert werden“, heißt es vom Land NÖ. 

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