28.07.2019 09:48 |

Pole trotz Halsweh

„Lewis, du hörst nicht auf, uns zu faszinieren“

Mercedes feiert den 200. Grand-Prix-Start der Geschichte mit der 87. Poleposition für Lewis Hamilton - und das trotz Halsschmerzen beim Briten! Neben ihm steht am Sonntag (ab 15 Uhr, im LIVETICKER auf sportkrone.at) aber nicht Teamkollege Valtteri Bottas. Der musste sich einem wieder superschnellen Max Verstappen geschlagen geben. Für Ferrari und die deutschen Fans setzte es in Hockenheim die Höchststrafe!

Voll besetzte Tribünen im Autodrom von Hockenheim. Und gleich zu Beginn des Qualifyings der Paukenschlag. Sebastian Vettel rollte - ohne gezeitete Runde - zurück in die Box: Luftfluss hin zum Turbolader gestört. Aus, vorbei der Traum von der Pole für den Lokalmatador. „Ich habe gleich beim Rausfahren gemerkt, dass etwas nicht passt. Leider war’s ein größeres Problem“, jammerte Vettel, betonte dennoch: „Ich glaube immer an meine Chance.“ Im Vorjahr siegte Lewis Hamilton von Platz 14 aus.

Und auch der zweite Ferrari wurde wegen eines technischen Defekts aus dem Qualifying gerissen. Wegen eines Problems am Benzinsystem startet Charles Leclerc nur von Platz zehn. „Ich bin richtig traurig, die Pole war heute möglich, wir hatten die Chance, Mercedes richtig herauszufordern“, sagte der junge Monegasse.

„Eine echte Seuche“
Somit war der Weg frei für die „Silberpfeile“, die in Hockenheim das 125-Jahre Motorsport-Jubiläum begehen und zum 200. Mal am Start eines Formel-1-Rennens stehen. Entscheidend war wieder der „Lewis-Faktor“. Nach der Superrunde des fünffachen Champions jubelte auch Toto Wolff. „Lewis, du hörst nicht auf, uns zu faszinieren“, sagte der Teamchef am Funk.

„Ja, weil er zu Beginn nirgends war und wir nicht wussten, weshalb. Dann ging’s am Medium besser, und am Ende hat alles gepasst“, sagte Wolff, dem das Ferrari-Debakel gar nicht recht war. „Die haben eine echte Seuche. Das ist fürchterlich, denn die Formel 1 braucht ein starkes Ferrari-Team.“

Somit bleibt heute neben dem Wetter (zu 70 Prozent Regen) Max Verstappen („Im Rennen ist alles möglich“) als schärfster Gegner.

Richard Köck, Kronen Zeitung

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