Auf vier Almen

Wolfalarm! Tirol testet, was Herdenschutz bringt

Tirol
26.07.2019 07:00

Bär und Wolf gehen in Tirol um. Die Landwirte sind in Alarmstimmung, weil die Beutegreifer bereits etliche Schafe gerissen haben. Wie kann man Nutztiere schützen? Das Land hat auf vier Almen ein Pilotprojekt zu Herdenschutz gestartet. Ein Ausdehnen auf alle Almgebiete ist derzeit aber kein Thema.

Auch in der Schweiz sind Bär und Wolf wieder da. Dort setzt man auf Herdenschutz. Zäune, Hirten, Hunde - das sind die Mittel der Wahl. Das Schweizer Institut AGRIDEA prüft nun in Tirol, welche Form des Herdenschutzes hier machbar wäre, was es kostet und welchen Einfluss das auf die touristische Nutzung der Almen hat. Agrarreferent LHStv. Josef Geisler zur Motivation für die Studie: „Wir wollen vorbereitet sein, brauchen gesicherte Grundlagen. Nur so können Aussagen getroffen werden, wo und wie Herdenschutz in Tirol überhaupt möglich ist.“

Vier Almen mit unterschiedlichen Bedingungen
Für die Machbarkeitsstudie wurden vier sehr unterschiedliche Almen ausgewählt. „Drei sind typische Hochalmen über 2000 Meter“, erläutert Klaus Wallnöfer, Vorsitzender der Steuerungsgruppe. Große und kleine Almen sind dabei. Anfang 2020 sollen Ergebnisse vorliegen.

„Derzeit nicht sinnvoll“
Großflächiger Herdenschutz ist derzeit laut Land kein Thema. „Nicht sinnvoll“, sagt Martin Janovsky, Beauftragter für große Beutegreifer. Großflächige Schutzmaßnahmen seien dann notwendig, wenn sich mehrere Bären oder Wolfsrudel in Tirol niederlassen.

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