St. Pölten war mit der Referenz von zuletzt fünf Heimsiegen in Folge in die Partie gegangen, vermochten aber in keiner Phase an ihre jüngsten Leistungen anzuschließen. In der 5. Minute rettete Goalie Vollnhofer noch bei einem Schuss von Scherrer, in der 41. Minute aber war der Schlussmann von St. Pölten geschlagen - bei einem Schuss von Scherrer aus rund 35 Metern ins Kreuzeck streckte er sich vergeblich.
Davor und danach passierte wenig. Die zuletzt zweimal in Folge besiegten Altacher verwalteten den Vorsprung geschickt und kamen durch einen Treffer des eingewechselten Ademi wenige Sekunden vor Schluss noch zum 2:0-Erfolg über die Gastgeber, die beide bisherigen Saisonduelle mit dem Aufstiegsaspiranten ohne Gegentor für sich entschieden hatten.
Innsbruck schwächelt gegen die Austria Amateure
Innsbruck tat sich vor 654 Zuschauern, also einer erklecklichen Zahl von Wacker-Fans, lange Zeit schwer, fand in der ersten Hälfte weder ins Spiel noch zu guten Chancen - vom Elan des Sieges über Admira sechs Tage zuvor war nichts zu merken. Die Austria wähnte sich sogar schon mit 1:0 in Führung, ein Treffer von Djokic nach rund einer Viertelstunde wurde wegen Abseits aber zurecht nicht anerkannt. Das Bild blieb nach Seitenwechsel vorerst unverändert. In der 48. Minute brachte Djokic mit seinem zehnten Saisontreffer die Hausherren dann tatsächlich in Front, übernahm eine maßgenaue Dimic-Flanke per Kopf und netzte unhaltbar zum 1:0 ein.
Erst da wurde Innsbruck stärker, nahm das Heft in die Hand und wurde dafür auch belohnt - zumindest vorläufig. Fabiano köpfelte - ähnlich wie Djokic zuvor - nach einer Flanke von Löffler aus wenigen Metern zum 1:1 ein (79.). Anstatt aber nachzusetzen, kassierte man im Konter noch das 1:2: Ein Dimic-Volley nach Schöpf-Flanke war unhaltbar für Innsbruck-Goalie Grünwald (85.). Im Finish bauschte sich zwar noch einmal das Netz der Gastgeber, Unterrainer stand aber im Abseits.
Admira beginnt stark, verliert aber mit 3:4
Die Admira begann gegen den FC Lustenau stark und gingen früh in Führung. Sturmspitze Friesenbichler traf in der neunten Minute nach einer Toth-Flanke frei stehend per Kopf ins lange Eck. Abwehrspieler Baldauf gelang für den Nachzügler nach rund einer halben Stunde aus der zweiten Tormöglichkeit ebenfalls mit einem Kopfball aber der Ausgleich.
In der Schlussphase der ersten Spielhälfte durften dann beide Teams noch einmal jubeln. Zuerst brachte Kapitän Dospel die über weite Strecken dominierenden Südstädter nach einer Hereingabe von Schicker erneut in Führung (41.), wenig später stellte Fröschl (45.) mit dem dritten Kopfballtreffer der Partie aber auf 2:2.
Auch aufgrund von Abwehrfehlern auf beiden Seiten bekamen die 1.500 Zuschauer in der Südstadt auch nach der Pause einiges geboten. Hagspiel sorgte in der 57. Minute für die erstmalige Führung der Vorarlberger, der Mittelfeldakteur verwertete eine Adilovic-Flanke per Kopf. Nach einer Stunde verhängte Schiedsrichter Harkam nach einem leichten Foul an Friesenbichler einen Elfmeter. Der Gefoulte selbst nützte den Strafstoß mit seinem zehnten Saisontor zum abermaligen Ausgleich.
Die zweite Heimniederlage der Admira gegen die weiter achtplatzierten Lustenauer in dieser Saison besiegelte der eingewechselte Kulnik nach einem Fehler vom Admira-Tormann Mandl neun Minuten vor Schluss.
Niederlage für Tabellendritten Austria Lustenau
Auch der Tabellendritte Austria Lustenau patzte. Zwar begannen die Lustenauer gegen Gratkorn druckvoll, doch die kalte Dusche folgte nach 17 Minuten. Mit der ersten Offensiv-Aktion kamen die Gäste zur Führung. Adam Cichon setzte sich gegen Mario Bolter durch und passte in den Rückraum, Gerald Puntigam verwertete das Zuspiel trocken. Danach mussten die Steirer lange nicht viel tun, um die Führung gegen ideenlose Vorarlberger zu verteidigen. Vier Minuten vor Schluss machte der eingewechselte Philipp Vorraber (86.) mit einer Einzelaktion alles klar. Nach einem Solo ließ er Lustenau-Goalie Christian Mendes keine Chance und traf zum 2:0-Endstand.
Vienna kann im Abstiegskampf nicht punkten
Im enorm wichtigen Spiel gegen den Relegationsplatz hat die Vienna mit einem überraschenden 1:2 gegen den unmittelbaren Ligakonkurrenten Hartberg die erste Heimniederlage seit November 2009 erlitten. Es könnte eine mit ganz schlimmen Folgen sein, denn nun haben die Wiener, die zuvor beide Partien gegen Hartberg gewonnen hatten, bereits vier Punkte Rückstand auf die Hartberger und bereits fünf auf den FC Lustenau. Beide Tore für die zweikampfstarken Steirer erzielte der burgenländische Goalgetter Patrick Bürger.
Das emotional und kämpferisch geführte Spiel Elfter gegen Zehnter war gerade sieben Minuten alt, als ein 30-Meter-Gewaltschuss von Michael Kölbl vom Lattenkreuz abprallte und Bürger vor die Füße sprang. Der Hartberg-Torjäger ließ sich die Chance aus kurzer Distanz nicht entgehen. Die Viennna konterte aber, und nachdem Bozkurt mit einem Kopfball knapp das Tor verfehlt hatte, schob Toth eine Quervorlage von Krajic ins lange Eck zum 1:1 für die Stöger-Truppe ins Tor (12.). Trotzdem wären die kampfstarken Gäste fast mit 2:1 in die Pause gegangen, aber Bürger vergab alleinstehend (40.) aus fünf Metern. Der Oberwarter holte Versäumtes aber nach der Pause nach. Nach einem 75-m-Pass von Pürcher wurde Bürger im Laufduell mit Vienna-Verteidiger Fellner im Strafraum an der Hand niedergezogen, den dafür diktierten Elfmeter verwertete er selbst sicher zum 2:1 für die Steirer (63.).
Schlusslicht Dornbirn muss sich Red Bull geschlagen geben
Auch das Schlusslicht Dornbirn blieb punktlos. Nach vier Niederlagen in den vergangenen vier Auswärtsspielen gewannen die Fixabsteiger der Red Bull Juniors beim in Vorarlberg. Ihren bisher letzten Auswärtssieg hatten die Red-Bull-Amateure ebenfalls in Dornbirn gefeiert.
Die Dornbirner waren in ihrem Spiel der letzten Chance im Kampf gegen den Abstieg von Anfang an überfordert. Marin Matos sorgte bereits in der 12. Minute mit einem abgefälschten Direktschuss für die Führung der Gäste und erhöhte in der 29. Minute auf 2:0. Die Vorarlberger waren den Salzburgern in allen Belangen unterlegen und vergaben zudem ihre wenigen Torchancen. In der zweiten Hälfte verwalteten die Salzburger den Vorsprung gegen hilflose Dornbirner souverän.
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