23.07.2019 11:22 |

Luftraum verletzt

Südkorea feuerte Warnschüsse gegen Russland ab

Südkoreas Streitkräfte haben nach Behördenangaben Warnschüsse gegen mindestens ein russisches Militärflugzeug abgegeben, das den Luftraum des ostasiatischen Landes binnen kürzester Zeit zwei Mal verletzt habe. Die russische Maschine sei am Dienstagmorgen in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien handelte es sich um einen russischen Bomber. Das Außenministerium in Moskau widersprach dieser Darstellung: Der geplante Flug zweier russischer Bomber sei über neutralen Gewässern des Japanischen Meeres durchgeführt worden. Es seien auch keine Warnschüsse von südkoreanischen Kampfjets abgegeben worden.

Die südkoreanischen Luftstreitkräfte hätten als Reaktion auf den Vorfall eigene Kampfjets gestartet, die die Warnschüsse abgefeuert hätten, sagte der Sprecher. Nachdem das russische Flugzeug zunächst abgedreht habe, sei es später wieder für kurze Zeit zurückgekehrt.

Auch chinesische Militärjets sollen Luftraum verletzt haben
Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampfflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es. Auch chinesische Militärflugzeuge seien in diese Zone eingedrungen. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, war zunächst unklar.

Südkorea hatte 2013 erklärt, seine eigene „Identifikationszone zur Luftverteidigung“ (ADIZ) in südlicher Richtung zu erweitern. Hintergrund war damals der Streit um Gebietsansprüche im Ostchinesischen Meer. Diese Zone gehört nicht mehr zum Hoheitsgebiet. Südkorea will jedoch wie andere Länder mit ähnlichen Zonen, dass sich in dem Überwachungsraum ausländische Flugzeuge identifizieren. Seit 2013 gibt es häufig Verletzungen der Zone durch russische und chinesische Flugzeuge.

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