Katastrophale Zustände
Müll-Lawine auf Philippinen: Immer mehr Tote
Nachdem vergangene Woche eine große Menge Müll auf einer Deponie eine Recyclinganlage und mehrere Häuser unter sich begraben hatte, ist die Zahl der Toten auf den Philippinen auf acht gestiegen.
Tagelanger Dauerregen hatte den Boden auf dem Gelände aufgeweicht, dann begrub eine riesige Menge an Müll Menschen unter sich. Die Einsatzkräfte suchten unter anderem mit einem Kran in den Abfall-Massen nach Lebenszeichen, schilderte Nestor Archival, der Bürgermeister von Cebu City, wo sich das Unglück am Donnerstag ereignet hatte.
Die Stadt liegt rund 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Mindestens 28 weitere Menschen würden weiter vermisst, bestätigte Archival. „Wir sind weiterhin im Rettungsmodus. Wir hoffen immer noch, dass wir Überlebende finden.“
Bei den Verschütteten handelt es sich größtenteils um Beschäftigte der Deponie und der Recyclinganlage. Jedoch wurden auch mehrere einfache Wohnhäuser teilweise unter den Massen begraben. Laut Archival wurden bisher 18 Menschen mit verschiedenen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.
Schweres Unglück bereits im Jahr 2000
Die Philippinen, ein riesiger Inselstaat mit mehr als 117 Millionen Einwohnern, kämpfen seit Jahren mit massiven Problemen bei der Abfallentsorgung. Offene Deponien gelten insbesondere in ärmeren Wohngebieten als Risiko. Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Großraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, viele weitere Vermisste wurden nie gefunden.











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