Pleiten, Promis und Pech: Die Konkursstatistik für Kärnten spiegelt einmal mehr die problematische Wirtschaftslage wieder. Mit 375 Firmeninsolvenzen ist erneut ein trauriger Höhepunkt erreicht – vor allem Handel, Baubranche und Gastronomie sind betroffen. Aber auch viele bekannte Unternehmer hat es „erwischt“.
Am meisten Aufsehen erregte laut den Kreditschützern des Alpenländischen Kreditorenverbandes vermutlich die Pleite des Feldkirchner Eventgurus Hannes Jagerhofer, einst gefeierter „Mr. Beach“, der Beach Volleyball am Wörthersee salonfähig machte. Die Verbindlichkeiten seiner betroffenen Unternehmen _ ACTS Communication, ACTS Sportveranstaltungen, huseofweb und myrobin – beliefen sich auf rund 9,33 Millionen Euro.
Auch der bekannte Millionär Walter Mosser und Hotelier Heinz Marolt vom Klopeiner See mussten den Gang zur Konkursabteilung des Klagenfurter Landesgerichts antreten. Allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen. „Da viel gebundenes Vermögen vorhanden ist, mussten im Rahmen von Sanierungsplanverfahren 100 Prozent Quoten angeboten werden“, so AKV-Chefin Beatrix Jernej.
Insgesamt gab es in Kärnten im Vorjahr 375 Firmeninsolvenzen, um zwei Fälle mehr als 2024. Die gute Nachricht dabei ist, dass auch weniger Dienstnehmer – 898 statt 967 – betroffen waren und durch das Ausbleiben massiver Großkonkurse auch die Zahl der Passiva auf 231,9 Millionen Euro gesunken ist. Betroffen sind dabei vor allem Handel, Baubranche und Gastro.
Aus für die Corona-Zombies
Und wie geht es weiter? Der AKV glaubt nicht an eine Entspannung: „Dafür sprechen zwei gegenläufige Trends, die das Insolvenzgeschehen bestimmen, nämlich die wirtschaftliche Schwäche einerseits und die abflauenden Sonderfaktoren andererseits“, so Jernej. Die Corona-Unterstützungen und Niedrigzinsphasen laufen aus, die letzten Corona-Zombies, die nur durch staatliche Förderungen überleben konnten, werden heuer also Farbe bekennen müssen.
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