16.07.2019 07:00 |

Gasaustritt vermutet

Hochzeitsparty mit 26 Verletzten gibt Rätsel auf

Warum mussten 26 Hochzeitsgäste - wie berichtet - am Samstagabend in Innsbruck mit Atemnot und Übelkeit ins Spital gebracht werden? Die Polizei tappt im Dunkeln. Zwar wurden diverse Messungen durchgeführt sowie auch Speisen und Getränke untersucht, Gefahrenstoffe konnten aber keine nachgewiesen werden.

Es war wohl nicht nur ein Schock für das junge Brautpaar. Gegen 21 Uhr flüchteten rund 60 der knapp 200 vorwiegend aus Tschetschenien stammenden Hochzeitsgäste aus dem Tiroler Jägerheim im Innsbrucker Stadtteil Saggen ins Freie. Mehrere von ihnen klagten über Atemnot sowie Reizungen im Rachen und Hals. Andere lagen bewusstlos auf der Straße. Es folgte ein schwieriger und sehr emotionaler Einsatz für Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei und Samariterbund, deren Teamleiter sogar tätlich angegriffen wurden. 26 Personen wurden schließlich in die Innsbrucker Klinik sowie ins Krankenhaus Hall gebracht, konnten aber rasch wieder entlassen werden.

Keine Symptome für Pfefferspray-Attacke
„Es wurden verschiedenste Messungen durchgeführt und wir haben auch sonst alles ausgelotet, aber es konnten keine Gefahrenstoffe - etwa bei Heizgeräten oder in Lebensmitteln - festgestellt werden“, weiß Christoph Kirchmair vom Stadtpolizeikommando Innsbruck. Dass Pfefferspray im Spiel war, schließt die Polizei aus. „Dann wären andere Symptome aufgetreten, wie Reizungen an den Augen. Doch die Hochzeitsgäste klagten über Atemnot und Übelkeit“, so der Chefermittler.

Nun hofft die Polizei, mit Zeugenbefragungen, der Auswertung von Handyvideos oder medizinischen Diagnosen - vielleicht sind untypische Blutwerte auffällig - Licht in den Fall zu bringen.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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